Geschichte

1075 fängt für Kambodscha mit der Machtübernahme der roten Khmer eine dunkle Zeitspanne an. Die Regierung setzt ein totalitäres Regime ein. Die Bevölkerung wird aus den Städten vertrieben und findet sich in khmer-thailändischen Grenzlagern wieder. Hunderte von ihnen werden durch Kugeln verletzt, missbraucht oder durch Minen verstümmelt und stehen ohne jegliche Hilfe und Hoffnung da. Französische Mediziner, die in diesen Flüchtlingslagern arbeiten, sehen sich so vielen Minenopfern gegenüber, dass sie sich entscheiden zu handeln. 1982 gründen sie Handicap International.

 

1982-1986In den Flüchtlingslagern von Kambodscha, Myanmar und Laos entstehen die ersten Prothesenzentren, damit den Tausenden Amputierten besser geholfen werden kann. Die verwendeten Materialien sind einfach und vor Ort vorhanden. Dieser Vorteil erlaubt es der Organisation, schnell, konkret und effizient Hilfe zu leisten und kompetente lokale Teams auszubilden. 1986 ist die Organisation in 12 Ländern vertreten.

 

1987-1989Handicap International agiert auf vielen Ebenen um Menschen mit Behinderungen zu helfen. Die Organisation ruft lokale Netzwerke von Helfern ins Leben, mobilisiert die Familien und die Gemeinschaften, erleichtert den Zugang zur Schule und zu sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten. So kann Handicap International verschiedene Hilfestellungen bieten. Sie ist nun in 22 Ländern vertreten.

 

1990-1992Behinderungen sind von nun an eine grosse Problematik bei ausgegrenzten und hilfsbedürftigen Menschen. 1992 startet Handicap International die ersten beiden Programme zur Minenräumung in Kambodscha und im irakischen Kurdistan. Mit 5 anderen Nichtregierungsorganisationen (NGO) lanciert Handicap International die Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL). Sie ist nun in 27 Ländern vertreten.

 

1993-1995

Handicap International arbeitet verstärkt mit anderen Organisationen, lokalen und internationalen Organismen, zusammen. In mehreren Ländern werden nationale orthopädische Zentren eröffnet. Die Organisation ist nun in 36 Ländern vertreten.

 

 

1996-2003

 Im Dezember 1997 wird in Ottawa das Abkommen zum Verbot von Antipersonenminen getroffen. 122 Länder unterzeichnen diesen Vertrag und setzen sich damit ein, nie mehr solche Waffen zu verwenden, zu lagern, zu vertreiben oder zu produzieren. Eine Woche später erhält Handicap International zusammen mit den anderen 5 mitbegründenden NGOs der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL) den Friedensnobelpreis.

Aujourd'hui

 
Heute ist Handicap International sowohl in humanitären Notsituationen als auch auf Dauer in mehr als 60 Ländern dieser Welt präsent.

Siehe auch