Monumental und vergänglich: ein Werk auf dem Gurten zum 30. Jubiläum von Handicap International Schweiz
Veranstaltung vom 17. September bis 6. Oktober 2026
Ein Werk, das dazu einlädt, an einer solidarischen Welt mitzuwirken
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Handicap International Schweiz schafft der französisch-schweizerische Künstler Saype ein grossformatiges, vergängliches Fresko auf den Rasenflächen des Gurtens. Das Kunstwerk erinnert daran, dass eine solidarische Welt möglich ist, aber nur, wenn wir sie gemeinsam erschaffen.
«Wir erleben einen Wendepunkt in einer Welt, die sich zusehends verschliesst und verhärtet. Organisationen wie Handicap International sehen sich dabei mit mehr Gegenwind konfrontiert als je zuvor. Doch gerade in solchen Momenten werden gesunder Menschenverstand und Zusammenarbeit zu unseren wichtigsten Verbündeten. Angesichts der Herausforderungen, vor denen unsere Generation steht, erfüllt es mich mit Stolz und Dankbarkeit, eine so wichtige Organisation zu unterstützen. Der Einsatz, der tagtäglich in den Projektländern geleistet wird, ist schlicht aussergewöhnlich. Er erinnert uns daran, dass sich Solidarität nicht an der Grösse des Sturms bemisst, sondern an der Entschlossenheit derer, die trotz allem weitermachen.» — Saype
Warum dieses Engagement wichtig ist
Obwohl schätzungsweise 239 Millionen Menschen im Jahr 2026 humanitäre Hilfe benötigen, gehen die Vereinten Nationen davon aus, dass gerade einmal 89 Millionen tatsächlich unterstützt werden können. Diese erhebliche Lücke macht deutlich, wie gross die aktuellen Herausforderungen bei der Finanzierung humanitärer Hilfe sind.
Zu den am stärksten Vernachlässigten gehören Menschen mit Behinderungen. In Krisenzeiten werden sie oft als Erste von globalen Entwicklungsprogrammen ausgeschlossen, die den Zugang zu grundlegender Versorgung in Bereichen wie Gesundheit, Sicherheit, Bildung und Arbeit ermöglichen.
Als Wiege der Genfer Konventionen und Hüterin des humanitären Völkerrechts trägt die Schweiz eine historische und moralische Verantwortung. Das Land muss eine Vorreiterrolle übernehmen, um Frieden und Solidarität in der Welt zu fördern.
Unterzeichnen Sie die Petition von Handicap International Schweiz, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe der Schweiz zu stärken.
Ein unvergessliches Erlebnis auf dem Gurten
Ein 32 Meter hohes Riesenrad auf dem Gurten ermöglicht es, das Kunstwerk von Saype aus der Vogelperspektive zu bewundern. So eröffnet sich ein völlig neuer Blick auf das grossformatige Fresko. An ausgewählten Tagen erwartet die Besucher:innen ein kulinarisches Erlebnis in luftiger Höhe – mit Spezialitäten wie Raclette, Fondue oder einem herbstlichen Brunch.
30 Jahre Handicap International Schweiz
Saypes Kunstwerk würdigt das 30-jährige Engagement von Handicap International Schweiz in rund 60 Ländern weltweit. Das Werk steht für den Weg, den die Organisation in den vergangenen drei Jahrzehnten zurückgelegt hat, sowie für den Weg, der noch vor ihr liegt.
Handicap International ist dort im Einsatz, wo Menschen von Armut, Ausgrenzung, Konflikten und Katastrophen betroffen sind. Die Organisation setzt sich dafür ein, Menschen mit Behinderungen und in prekären Lebenslagen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Rehabilitation, Bildung und Arbeit zu erleichtern.
Bekannt ist sie auch für ihr Engagement in der internationalen Advocacy-Arbeit, insbesondere im Kampf gegen Antipersonenminen und explosive Waffen in besiedelten Gebieten. Dafür wurde die Organisation 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Der Künstler
Der engagierte und weltweit anerkannte französisch-schweizerische Künstler Saype schafft seit Jahren unverwechselbare Werke, in denen er die Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaften und die gemeinsamen Herausforderungen unserer Zeit thematisiert.
Mit grossformatigen Werken auf Gras, Erde, Sand oder Schnee verwandelt er symbolträchtige Orte auf der ganzen Welt – von New York bis Tokio, von Paris bis Nairobi. Für seine Kunstwerke verwendet er umweltfreundliche, selbst hergestellte Farben, die hauptsächlich aus Kreide und Holzkohle bestehen. Die Werke verschwinden nach einiger Zeit von selbst, ohne die Umwelt zu belasten.
Bereits 2023 schloss sich Saype mit Handicap International zusammen und schuf ein erstes Fresko, das die Bombardierung der Zivilbevölkerung anprangerte und vor dem UNO-Sitz in Genf, rund um die Skulptur «Broken Chair», zu sehen war. Diese Zusammenarbeit wird im Jahr 2026 fortgesetzt und findet erstmals in Bern statt. Dabei steht die internationale Solidarität im Mittelpunkt.
Monumental und vergänglich: ein Werk auf dem Gurten zum 30. Jubiläum von Handicap International Schweiz
Handicap International Schweiz ruft die Bevölkerung dazu auf, die Petition zu unterzeichnen, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz zu stärken.
Praktische Informationen
Wo ? Gurten Park im Grünen, 3084 Wabern, Bern
Wann ? Vom 17. September bis zum 6. Oktober 2026* – Eintritt in den Park frei
- 17.–21. September: Umsetzung des Werks durch den Künstler Saype
- 24. September: Enthüllung des Werks aus der Vogelperspektive (Drohnenaufnahmen)
- 21. September – 6. Oktober: Besichtigung des fertigen Werks (je nach Wetterlage)
* Achtung: Die Termine sind wetterabhängig.
Öffnungszeiten des Riesenrads
- Mo.–Do. : 13.00–19.30 Uhr
- Fr. : 13.00–22.00 Uhr
- Sa. : 11.00–22.00 Uhr
- So. : 11.00–19.00 Uhr
Preis für das Riesenrad
- Kinder unter 4 Jahren gratis
- 4–12 Jahre: CHF 5
- Erwachsene: CHF 8
Tickets sind ausschliesslich vor Ort erhältlich.
Anfahrt: So kommen Sie auf den Gurten
Medienkontakt: Pauline Wilhelm — Kommunikations- und Medienbeauftragte [email protected]
MIT UNTERSTÜTZUNG VON
© Copyright : Saype ; Saype ; C. Parodi / HI ; Saype ; N. Lozano / HI ; N. Mazars / HI ; D. Telemans / HI ; B. Barbey / HI
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