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UNSER EINSATZ IN GAZA

Helfen Sie uns, verletzte und behinderte Menschen zu unterstützen.

Die Menschen in Gaza und unsere Nothilfeteams brauchen heute dringend Ihre Hilfe.

Die Menschen in Gaza leben aufgrund der intensiven Bombardements Tag und Nacht in Angst. Während der Luftangriffe sind es leider die schwächsten Menschen, die am häufigsten verletzt werden.
 
Unsere Teams arbeiten in den Notunterkünften, in denen die Familien versuchen, in Sicherheit zu bleiben. Da verteilen wir Krücken, Rollstühle, Hygiene- und Erste-Hilfe-Kits.  Und wir arbeiten mit Hochdruck daran, sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Schwächsten – Menschen mit Behinderungen, unbegleitete Kinder, ältere Menschen und Menschen mit lebensverändernden Verletzungen – zuerst gedeckt werden.
 
Dank Ihrer Hilfe können wir Verletzten dringend benötigte Reha-Massnahmen bieten, Nothilfe zukommen lassen, Hilfsgüter verteilen und psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Kinder durchführen.

Um diese beispiellose Situation zu bewältigen, sind wir mehr denn je auf Ihre Unterstützung angewiesen. 

  • CHF 60 helfen uns, eine Prothese oder psychosoziale Betreuung zu bieten, um die Not einer verletzten Person zu lindern.
  • CHF 125 helfen uns, Reha-Massnahmen anzubieten und Mobilitätshilfen bereitzustellen, damit verletzte Menschen wieder mobil werden.

Für die Zivilbevölkerung in Gaza ist Ihre Grosszügigkeit lebensnotwendig.

 

Unser Einsatz

Seit dem 7. Oktober und der Eskalation der Gewalt zwischen Israel und der Hamas wurden in Gaza mindestens 35'091 Palästinenser:innen durch die anhaltenden Bombardements der israelischen Streitkräfte getötet und rund 78'827 verletzt. Die israelische Offensive folgte auf den massiven Angriff der Hamas am 7. Oktober, bei dem 1200 Israel:innen getötet und 240 Israel:innen und Ausländer:innen als Geiseln genommen wurden. Unsere Teams sind seit 1997 im Einsatz und kümmern sich um die Bedürfnisse der palästinensischen Bevölkerung.

Im Gazastreifen beschäftigen wir derzeit 40 Mitarbeiter:innen und werden von etwa 300 Freiwilligen unterstützt. Viele von ihnen sind nach Rafah geflüchtet.

(Zahlen aktualisiert im Mai 2024)

Derzeit werden aufgrund der geplanten Offensive in Rafah nur Risikoaufklärungs- und Freizeitaktivitäten in Chan Yunis und Gaza-Zentrum durchgeführt. 

 

VERTEILUNG VON GRUNDBEDÜRFNISSE

Unsere Teams verteilen Grundbedürfnisse: 78 Erste-Hilfe-Sets, 137 Kochsets, 3456 Windeln, 452 Intimpflege-Sets sowie Babydecken.

Atlas Logistique von Handicap International betreibt seit Februar 2024 ein gemeinsames Lager für humanitäre Hilfsgüter von Nichtregierungsorganisationen in Rafah und ist dabei, ein zweites gemeinsames Lager im Nahen Osten einzurichten. 

Haytham Abusabet, HI-Mitarbeiter, hilft bei der Verteilung der Hilfsgüter in Gaza. Haytham Abusabet, HI-Mitarbeiter, hilft bei der Verteilung der Hilfsgüter in Gaza. Haytham Abusabet, HI-Mitarbeiter, hilft bei der Verteilung der Hilfsgüter in Gaza. Haytham Abusabet, HI-Mitarbeiter, hilft bei der Verteilung der Hilfsgüter in Gaza.

© HI

NOTHILFE UND REHABILITATION

Wir kümmern uns um Schwerverletzte und Menschen mit  Behinderungen und versorgen sie mit Pflegematerial. seit Oktober wurden 8560 Behandlungen (Verbände), 9475 Physiotherapiesitzungen und 3222 Ergotherapiesitzungen durchgeführt sowie 2108 Mobilitätshilfen und 1002 Bandagen- und Verbandsets zur Verfügung gestellt. 

Ein HI-Mitarbeiter versorgt einen kleinen Jungen mit Gipsarm Ein HI-Mitarbeiter versorgt einen kleinen Jungen mit Gipsarm Ein HI-Mitarbeiter versorgt einen kleinen Jungen mit Gipsarm Ein HI-Mitarbeiter versorgt einen kleinen Jungen mit Gipsarm

© HI

PSYCHOSOZIALE HILFE

Unsere Teams leisten psychologische erste Hilfe, um die vom Konflikt Betroffenen zu beruhigen und zu unterstützen. Für Kinder sind Spiele besonders wichtig, um ihre Ängste zu lindern. So haben unsere Freiwilligen bereits für mehr als 57’000 Menschen, darunter eine grosse Mehrheit Kinder, in 160 Notunterkünften und Vertriebenenlagern verschiedene Freizeitaktivitäten wie Sport, Gesangs- und Tanzunterricht etc. organisiert.

Unser HI-Team bei der Organisation von Aktivitäten in den Notunterkünften in Gaza Unser HI-Team bei der Organisation von Aktivitäten in den Notunterkünften in Gaza Unser HI-Team bei der Organisation von Aktivitäten in den Notunterkünften in Gaza Unser HI-Team bei der Organisation von Aktivitäten in den Notunterkünften in Gaza

© HI

AUFKLÄRUNG ÜBER DIE RISIKEN VON EXPLOSIVEN KRIEGSRESTEN

Wir organisieren Veranstaltungen, um über die Gefahren von explosiven Kriegsmunitionsrückständen zu informieren und aufzuklären. In 540 Notunterkünften und 56 Vertriebenenlagern wurden über 3000 Aufklärungsveranstaltungen über die Gefahren von explosiven Kriegsmunitionsrückständen durchgeführt, mit denen mehr als 72’000 Kinder und Erwachsene erreicht wurden. 

Risikoaufklärung durch HI-Freiwillige in einem Lager der Vereinten Nationen in Khan Younis, Gaza. Risikoaufklärung durch HI-Freiwillige in einem Lager der Vereinten Nationen in Khan Younis, Gaza. Risikoaufklärung durch HI-Freiwillige in einem Lager der Vereinten Nationen in Khan Younis, Gaza. Risikoaufklärung durch HI-Freiwillige in einem Lager der Vereinten Nationen in Khan Younis, Gaza.

© HI

#CeasefireNOW von Genf aus zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel aufrufen. HI bündelte seine Kräfte auf dem Platz der Nationen mit Broken Chair, CARE, Intersos, Médecins Sans Frontières, Médecins Du Monde Schweiz und Terre des Hommes Lausanne. © T.Million / HI

Aufruf zum Waffenstillstand: #CeasefireNow

Wir rufen alle Konfliktparteien auf, den Einsatz von Explosivwaffen in den dicht besiedelten Regionen Israels, der besetzten palästinensischen Gebiete und des Libanon einzustellen. Wir unterstützen auch #CeasefireNow Ende 2023 gestartet, den Aufruf zu einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel, um eine humanitäre Katastrophe und den Verlust weiterer unschuldiger Menschenleben zu verhindern und sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe schnell und sicher geleistet werden kann.

Erfahrungsbericht unseres Teams vor Ort 

Sharaf lebt in der Stadt Chan Yunis im Süden von Gaza. Er leitet unser Team, das schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen beim Zugang zu Unterkünften, Bildung und Rehabilitation unterstützt. Er beschreibt die Situation in Gaza:

"Die Lage ist katastrophal, eine Krise in der Krise. Die Menschen sind im Norden, Osten und Süden durch einen Zaun und im Westen durch das Meer eingeschlossen. Der Zugang und der Grenzübergang werden durch Schüsse und Bomben blockiert."


"Jeden Tag erhalte ich Anrufe oder erfahre über die sozialen Medien, dass einer oder mehrere meiner Freunde getötet oder verletzt wurden. Erst gestern Morgen erfuhr ich von zwei, die getötet und zwei, die verletzt wurden. Alle in Gaza kennen diese Situation. Sowohl die Toten als auch die, die noch leben, haben alle eine ähnliche Geschichte erlebt, eine Geschichte der Angst oder des Verlustes."

Sharaf, unser Bereichsleiter in Gaza Sharaf, unser Bereichsleiter in Gaza Sharaf, unser Bereichsleiter in Gaza Sharaf, unser Bereichsleiter in Gaza

Presseschau

Die Presse berichtet über unsere Aktionen in Gaza. Wir laden Sie ein, die folgenden Artikel zu lesen:

  • A Gaza pazienti "senza privacy né igiene", RSI

Am 21. April 2024,  la guerra ha esacerbato la necessità di interveni medici e ha reso più difficile l'accesso alle cure - la testimonianza. Reportage auf Italienisch ansehen

  • « Verlust jeglicher Würde » – wie Menschen mit Behinderungen in Gaza leiden, Bärn today

Am 15. Februar 2024,  in Gaza leben mehr als 400’000 Menschen mit Behinderungen. Danila Zizi, unsere Direktorin für Palästina, erklärt, wie ernst die Lage im Nahen Osten ist und wie Menschen mit Behinderungen geholfen wird. Artikel lesen

  • Menschen in Rafah in Angst – humanitäre Lage «bereits jetzt katastrophal», Tagenanzeiger

Am 15. Februar 2024, plant Israel eine Offensive in der Stadt Rafah, um die dort befindlichen Zellen der Hamas zu zerstören. Unsere Palästina-Referentin Danila Zizi warnt vor den Folgen - sie fordert einen Waffenstillstand. Artikel lesen

  • « Es ist eine Tragödie innerhalb der Tragödie », SRF

Am 14. Februar 2024, seit dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023, befindet sich Israel im Gazastreifen im Krieg mit der Hamas. Die Situation ist für die Zivilbevölkerung in Gaza sehr schwierig, und für Menschen mit Behinderungen noch mehr. Unsere humanitäre Organisation kümmert sich besonders um diese Menschen. Danila Zizi, unsere Organisationsleiterin für den Gazastreifen, berichtet von der schrecklichen Situation vor Ort. Artikel lesen

 

Factsheets

Lesen Sie die Factsheets (auf Englisch), die wir über die Folgen der Bombardierungen in Gaza erstellt haben:

 

Unsere Präsenz in Palästina

Unser erstes Projekt in Palästina startete 1996. Seit 27 Jahren unterstützen unsere Teams die palästinensische Bevölkerung – sowohl im Westjordanland als auch in Gaza – in verschiedenen Bereichen. Handicap International Palästina führt Projekte in den Bereichen Katastrophenvorsorge und Risikominderung, körperliche und funktionelle Rehabilitation, wirtschaftliche Integration und Erholung sowie inklusive Bildung durch.

HELFEN SIE UNS

 

 

Nothilfe Ukraine Nothilfe Ukraine Nothilfe Ukraine Nothilfe Ukraine

Um diese schwere Krise zu bewältigen, brauchen wir Ihre Hilfe.
Unterstützen Sie unser Engagement für die ukrainische Zivilbevölkerung.

Lesen sie weiter

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Als ich im März von einem Einsatz mit Handicap International in Gaza nach Genf zurückkehrte, war ich erschüttert: Die Situation ist katastrophal. Ohne eine konsequente und inklusive humanitäre Hilfe wird die Zahl der Menschen mit Behinderungen stark zunehmen. 

Tragischer Tod einer Mitarbeiterin von Handicap International in Gaza
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Die Mitarbeitenden von Handicap International/Humanity & Inclusion (HI) sind zutiefst betroffen und empört über den Tod ihrer Kollegin Muna und ihrer ganzen Familie, die am 8. Juni wahllos von israelischen Streitkräften in ihrem Haus im Süden von Deir al-Balah in Gaza bombardiert wurden. Muna, eine engagierte Sozialarbeiterin, half Hunderten von vertriebenen Familien und Kindern, darunter auch Kindern mit Behinderungen. Dieser tragische Vorfall ist der zweite Tod einer HI-Mitarbeiterin seit dem 7. Oktober, nach einem Vorfall im Dezember 2023, als eine andere Kollegin und ihre vier Kinder in Nuseirat im Gazastreifen getötet wurden.

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STATEMENT: Trotz wiederholter Appelle von Staats- und Regierungschefs, UN-Vertreter:innen und humanitären Hilfsorganisationen an Israel, von einer Ausweitung der Bodenoffensive auf Rafah abzusehen, rückten israelische Truppen am 7. Mai in das Gouvernement ein. Mehr als 1,5 Millionen Menschen, darunter 600’000 Kinder, sind akut bedroht; über 450’000 Palästinenser:innen sind aus Rafah geflohen, seit Israel am 6. Mai rechtswidrige «Evakuierungsbefehle» erlassen hat. Nachdem die israelische Armee bereits die Kontrolle über die städtischen Gebiete innerhalb Rafahs übernommen hatte, ebnete der Erlass neuer «Evakuierungsbefehle» am 11. Mai den Weg für eine weitere militärische Invasion, die zum völligen Zusammenbruch lebenswichtiger Dienstleistungen führen wird. Die israelische Militäroffensive hat den Zugang für Hilfslieferungen nach Gaza über die Grenzübergänge Rafah und Kerem Shalom/Karm Abu Salem unterbrochen.

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