Burundi
Burundi ist ein Land, das seit Jahrzehnten von ethnischen Spannungen, politischen Konflikten und grosser Armut geprägt wird. Die anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erschweren die Entwicklung des Landes und die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Menschen.
Adelaide NYIGINA ist Vorsitzende des Aufsichtsrats von Urumuri, dem burundischen Verein zur Förderung der Rechte von Frauen mit Behinderungen. | © P. Meinhardt / HI
Laufende Aktivitäten
Armut ist in Burundi weit verbreitet und wird durch die Folgen jahrzehntelanger politischer und gesellschaftlicher Konflikte zusätzlich verstärkt. Besonders Menschen mit Behinderungen sind von sozialer Ausgrenzung betroffen, wodurch ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben erheblich eingeschränkt wird. Der Zugang zu Bildung bleibt für Kinder mit Behinderungen oft erschwert, und auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind begrenzt. Darüber hinaus steht Burundi weiterhin vor grossen Herausforderungen im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit. Viele Frauen und Mädchen sind nach wie vor von unterschiedlichen Formen der Diskriminierung betroffen. Der Zugang zu Bildung ist insbesondere für Mädchen vielfach eingeschränkt, während Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind. Ihre Erwerbstätigkeit konzentriert sich häufig auf informelle Beschäftigungen im Haushalt oder in der Landwirtschaft.
„Making It Work“ ist ein von Handicap International entwickeltes Projekt, das die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen miteinander verknüpft. Ziel des Projekts ist es, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen mit Behinderungen entgegenzuwirken und ihre Rechte zu stärken.
Seit 2022 setzt Handicap International das Projekt in Burundi um. Dabei arbeitet die Organisation eng mit ihrer lokalen Partnerorganisation, der Association Burundaise pour la Promotion des Droits des Femmes Handicapées (ABPDFH), zusammen.
Einsatzbebreiche
Neuigkeiten aus den Projekten
Über 8.000 Flüchtlinge in Burundi: HI evaluiert Notlage vor Ort
Infolge von andauernden gewaltsamen Auseinandersetzungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind seit dem 24. Januar mehr als 8.000 Menschen nach Burundi geflohen. HI evaluiert seither (gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation Terre des Hommes) vor Ort die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung und plant einen Nothilfeeinsatz.
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