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China

Handicap International (HI) ist in China seit mehr als 20 Jahren vor allem in armen und ländlichen Gebieten aktiv. Wir arbeiten mit der Zivilgesellschaft und der Regierung zusammen, um die gesellschaftliche Inklusion von besonders schutzbedürftigen Menschen, wie Menschen mit Behinderung, zu fördern.

Reha-Sitzung mit einem jungen Mädchen, HI China

Reha-Sitzung mit einem jungen Mädchen, HI China | © E. Mogster / HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) ist seit mehr als 20 Jahren in China aktiv. Unsere ersten Einsätze fanden in den Provinzen Guangxi, Heilongjiang und in der Mongolei statt, wo wir Opfern von Naturkatastrophen wie Erdbeben oder starken Überschwemmungen Soforthilfe leisteten. 

HI arbeitet mit lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um die am stärksten gefährdeten Menschen in den ärmsten ländlichen Regionen Chinas direkt zu unterstützen und eine inklusive Politikentwicklung zu fördern. In der Vergangenheit lag unser Fokus auf der Entwicklung von Rehabilitationsmasnahmen, inklusiver Bildung und Massnahmen zur Armutsbekämpfung. Heute setzen wir uns zudem für inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten ein und begleiten hilfsbedürftige Personen mit Rehabilitation. 

Darüber hinaus unterstützen wir zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Umsetzung von Hilfsmassnahmen in Gemeinden und der Förderung der Rechte von schutzbedürftigen Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und mit Behinderung durch einen inklusiven Dialog.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in China

Mit etwa 1,4 Milliarden Einwohnern (2019) ist China aktuell noch das bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einer Fläche von rund 9,6 Millionen Quadratkilometern ist es das drittgrösste Land der Welt. Während sich die allgemeine gesundheitliche und wirtschaftliche Lage der schwächsten Bevölkerungsgruppen Chinas verbessert hat, ist der Schutz der bürgerlichen und sozialen Rechte nach wie vor ein grosses Problem im Land.  

Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Menschen mit Behinderung liegt bei weniger als 50% des nationalen Durchschnittseinkommens. Nur ein Drittel der Menschen mit Behinderung, die Rehabilitationsmaßnahmen benötigen, hat auch Zugang zu ihnen, und nur 20% derer, die auf eine Mobilitätshilfe (wie eine Prothese oder einen Rollstuhl) angewiesen sind, verfügen über die finanziellen Mittel, diese zu kaufen. Das Bildungssystem und die Arbeitswelt sind für Menschen mit Behinderung ebenfalls nur schwer zugänglich.

Zwar befindet sich das Land in einem Modernisierungsprozess, doch das schnelle Wirtschaftswachstum wird vom Auftreten neuer Ungleichheiten begleitet. Eine der beunruhigenden Folgen ist die wachsende Ungleichheit zwischen den armen Regionen im Landesinneren und den reichen Regionen im Osten und Süden. Auch im Westen des Landes leben zahlreiche Menschen unter der Armutsgrenze. Die Menschen mit Behinderung in dieser Region sind besonders schutzbedürftig.

Darüber hinaus wird China oft von Naturkatastrophen heimgesucht und regelmässig von Erdbeben und starken Überflutungen betroffen.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 13
Eröffnungsdatum des Programms: 2000

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