Ecuador

HI Ecuador ist Teil des Regionalprogramms für Lateinamerika und die Karibik. Dieses hat Projekte in den Bereichen Gesundheit und Katastrophenvorsorge durchgeführt und arbeitet derzeit an der Entwicklung neuer Projekte und strategischer Partnerschaften.

Luftansicht auf einen Schulhof in Ecuador. Der Boden ist mit bunten Punkten bemalt, darauf spielen Kinder.

Luftansicht einer Schule in Quito, Ecuador | © J. Maitrias / HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) war erstmals zwischen 1986 und 1992 in Ecuador in den Bereichen kommunale Rehabilitation und Gesundheit tätig. Im Mai 2016 wurde nach einem verheerenden Erdbeben, bei dem mehr als 600 Menschen starben und 6'200 verletzt wurden, eine neue Mission gestartet. 

Zwischen 2018 und 2022 arbeiteten wir mit anderen Organisationen im Bereich der Katastrophenvorsorge zusammen und unterstützten das Land bei seinen Präventionsprojekten. Dazu gehörte auch die Ausarbeitung von Aktionsplänen, um die Inklusion zu fördern. Seit 2022 beschäftigt HI eine Person in Quito und leistet seit 2023 technische Unterstützung für ein von UNICEF durchgeführtes Projekt.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Ecuador

Ecuador hat bedeutende soziale und wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist jedoch sehr gross und die Inklusion von Menschen mit Behinderung, insbesondere von Frauen mit Behinderung, ist immer noch eine grosse Herausforderung.

Ecuador hat in den letzten zehn Jahren erhebliche sozioökonomische Fortschritte erzielt, insbesondere in Bezug auf Programme zum sozialem Schutz und Entwicklung. Allerdings steigt der Bedarf an humanitärer Hilfe für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen, und der Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen ist schwieriger geworden. Es bestehen weiterhin Ungleichheiten beim Zugang zu Gesundheit, Bildung, Wohnraum und wirtschaftlicher Integration. 

Die Armutsquote wird auf 25 Prozent der Bevölkerung geschätzt, während die Quote der extremen Armut 10,7 Prozent beträgt und vor allem ländliche Gebiete betrifft. Die Corona-Pandemie hatte schwerwiegende wirtschaftliche Folgen und führte zu mehr Arbeitslosigkeit und Armut. 

Schätzungen zufolge leben derzeit etwa eine halbe Million Geflüchtete und Migrant*innen aus Venezuela in Ecuador, von denen sich ein grosser Teil illegal im Land aufhält (73 Prozent). Dies schränkt ihren Zugang zu staatlichen Dienstleistungen und formeller Beschäftigung ein, setzt sie Risiken aus und begrenzt ihre Aussichten auf sozioökonomische Integration.

Ecuador ist auch anfällig für Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürreperioden und Erdbeben. Die Anfälligkeit für Phänomene wie El Niño wird durch die Tatsache verstärkt, dass 96 Prozent der städtischen Bevölkerung in Küsten- und Bergregionen leben.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 1

Eröffnungsdatum des Programms: 1986

Einsatzländer