Libyen (Einsatz beendet)
Das Programm von Handicap International (HI) in Libyen wurde 2023 beendet.
Aufklärungsarbeit über Minengefahren | © J-J. Bernard / HI
Laufende Aktivitäten
Fast 15 Jahre lang setzte sich Handicap International in Libyen dafür ein, die Versorgung von Opfern von Explosivwaffen zu verbessern und die medizinische Betreuung für Menschen zu stärken, die vom Bürgerkrieg betroffen waren, der das Land seit 2011 zerreisst.
In den letzten aktiven Jahren hat Handicap International Physiotherapie sowie psychologische und psychosoziale Unterstützungsangebote für die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen bereitgestellt. Wir versorgten die Menschen zudem mit Gehhilfen wie Gehstöcken, Krücken und Rollstühlen und arbeiteten mit Fachkräften in Gesundheits- und Rehabilitationszentren im Westen und Osten des Landes zusammen. Darüber hinaus führte Handicap International Aufklärungsmassnahmen zu den Risiken von Explosivwaffen und Kriegsresten in Tripolis durch und entwickelte die Opferhilfe weiter, um die Datenerfassung, Überwachung und Betreuung der Opfer von explosiven Kriegsresten und Blindgängern zu verbessern.
Neuigkeiten aus den Projekten
Kriegserschüttertes Libyen: HI unterstützt Menschen mit Behinderung und deren Angehörige
Im lybischen Bengasi und Umgebung leistet Handicap International (HI) Reha-Behandlungen und psychologische Unterstützung in fünf Gesundheitszentren und durch Hausbesuche bei Menschen mit Behinderung.
Libyen: Unerträgliche Zustände für Zivilbevölkerung
Die Situation für Zivilist*innen in Libyen ist in vielen Regionen lebensgefährlich und unerträglich: Tägliche Angriffe, verminte Strassen und Wohnungen, zusammengebrochenes Gesundheitssystem, traumatisierte Menschen. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) macht auf die Folgen des jahreslangen Bürgerkriegs aufmerksam. Die Menschen leiden unter Depressionen, der Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamenten nimmt zu, die zwischenmenschliche Gewalt steigt. Viele Geflüchtete können nicht in ihre Häuser zurückkehren, da diese mit nicht explodierten Munitionsresten oder Minen verseucht sind. Eine ganze Generation ist betroffen, vor allem jüngere Menschen sehen keine Zukunft.
Eine halbe Tonne zerstörter Waffen und Bomben
Seit November 2018 haben die sechs Experten von Handicap International in Libyen 150 explosive Kampfmittelreste in den Strassen von Tawargha südlich von Misrata eingesammelt und zerstört. Simon Elmont, Leiter des Teams vor Ort, erklärt in einem Interview die Arbeit der Organisation.
Sie mit
