Krieg Armenien-Aserbaidschan: HI beurteilt die Bedürfnisse der Vertriebenen

Nothlife
International

HI beurteilt die humanitären Bedürfnisse der Menschen, die vom Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan betroffen sind. Dieser hat zur Vertreibung eines erheblichen Teils der Bevölkerung geführt

Südkaukasus

Südkaukasus | ©Google Maps

Fanny Mraz, Direktorin für Notfalleinsätze bei HI, erläutert die Mission, die aktuell zur  Beurteilung der humanitären Bedürfnisse eingeleitet wird: 

Was macht HI? 

HI startet eine Mission zur Beurteilung der humanitären Bedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Menschen, insbesondere in den Bereichen psychologische Unterstützung, physische Rehabilitation und Zugang zu Grundbedürfnissen.

Was sind die Folgen des Konflikts für die Zivilbevölkerung? 

Nach zuverlässigen Quellen wurden seit Beginn des Konflikts mindestens 300 Soldaten und 50 Zivilisten getötet. Etwa 75‘000 Menschen sind Berichten zufolge vertrieben worden, was der Hälfte der Bevölkerung Berg-Karabachs entspricht. 90% der Vertriebenen sind Frauen und Kinder. Viele Kinder würden immer noch im Mittelpunkt der Kämpfe stehen. Menschen verstecken sich in Höhlen. Sie sind verängstigt.

Wie genau ist die Lage in Berg-Karabach, dem umstrittenen Gebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan? 

Am 27. September brachen Kämpfe zwischen den beiden regulären Armeen Armeniens und Aserbaidschans aus, die sich gegenseitig in einem Territorialkrieg bekämpfen. Das Kampfgebiet weitete sich rasch aus: massive Bombardierungen fanden in städtischen Gebieten wie Stepanakert, der größten Stadt Berg-Karabachs (55‘000 Einwohner) und Ganja, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans (350‘000 Einwohner), 100 km weiter östlich statt. Streubomben, Waffen, die Oslo-Vertrag verboten hat in 2008, wurden bei der Bombardierung von Stepanakert eingesetzt.

Wenn der Konflikt weiter eskaliert, könnten die humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung katastrophal sein. 

Kontaktieren Sie den Nationalrat

16 Oktober 2020
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Ukraine: Anstieg an schwerverletzten Zivilisten und Menschen mit Behinderung
© L. Hutsul / HI
Minen und andere Waffen Nothlife Rehabilitation

Ukraine: Anstieg an schwerverletzten Zivilisten und Menschen mit Behinderung

Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.

Als Kind mit Behinderung in Gaza: Basheers Leben unter Bomben
© Khalil Nateel / HI
Inklusion Nothlife

Als Kind mit Behinderung in Gaza: Basheers Leben unter Bomben

Die Geschichte des elfjährigen Basheer aus Gaza zeigt, wie Kinder mit Behinderungen ihren Alltag unter Bomben erleben. Sie unterstreicht auch die Bedeutung von Organisationen wie Handicap International, die sich dafür einsetzen, ihnen wieder ein normales Leben zu ermöglichen.

53 International NGOs warn Israel’s recent registration measures will impede critical humanitarian action. 
© Khalil Nateel
Nothlife

53 International NGOs warn Israel’s recent registration measures will impede critical humanitarian action. 

International humanitarian organizations operating in the occupied Palestinian territory warn that Israel’s recent registration measures threaten to halt INGO operations at a time when civilians face acute and widespread humanitarian need, despite the ceasefire in Gaza.On 30 December, 37 INGOs received official notification that their registrations would expire on 31 December 2025. This triggers a 60-day period after which INGOs would be required to cease operations in Gaza and the West Bank, including East Jerusalem.

 

Kontakt

Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
[email protected]

Uns kontaktieren

IBAN: CH66 0900 0000 1200 0522 4

 
 

Suchbegriff eingeben

 
 

Unser Netzwerk

 
 

Folgen Sie uns