Landminenkonferenz in Genf : HI rückt die Opfer in den Fokus

Minen und andere Waffen Rechte von menschen mit behinderungen und politik
International

Das Verbot von Antipersonenminen steht in dieser Woche bei den Vereinten Nationen in Genf wieder einmal im Fokus. Staaten, Institutionen und Organisationen – darunter auch einige Minenüberlebende – sprechen über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung des Ottawa-Vertrags, der Einsatz, Herstellung, Lagerung und Weitergabe von Antipersonenminen verbietet. HI ist in vielen verminten Ländern in Entminung und Opferhilfe tätig – und macht bei der Konferenz vor allem deutlich, dass die betroffenen Menschen dringend mehr Unterstützung brauchen.

Eröffnungsrede zur Konferenz in Genf

Eröffnungsrede zur Konferenz in Genf | © Baptiste Chappuis | HI

Zahlreiche Aktivitäten zur Opferhilfe

Der Landminen Monitor 2018, der in der letzten Woche veröffentlicht wurde, zeigt nicht nur, dass die Opferzahlen durch Minen und Blindgänger weltweit wieder steigen, sondern auch, dass die weltweiten Mittel für Opferhilfe gleichzeitig deutlich weniger werden. Und das, obwohl die Menschen, die bei einem Landminenunfall verletzt werden, ihr Leben lang Unterstützung dabei brauchen, wieder ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

HI macht deshalb mit mehreren Aktivitäten in der Konferenz auf die Notwendigkeit von Opferhilfe aufmerksam:

  • Viele Filme aus Handicap International-Projekten veranschaulichen während der gesamten Konferenz in einer Videocorner, was die Unterstützung von Minenüberlebenden bedeutet.
  • Ein Side-Event am Dienstag stellt anhand einer Studie aus Kambodscha die beispielhafte Kooperation eines betroffenen Landes mit einem Geberstaat für eine erfolgreiche Opferhilfe vor.
  • Ein weiteres Side-Event am Donnerstag berichtet über die Vernetzung lateinamerikanischer Minenüberlebender mit anderen Menschen mit Behinderung, um für die gemeinsamen Rechte aktiv zu werden. Auf dem Panel des Events dabei ist auch Jesus Martinez.

Ausserdem bringen unsere Expert/-innen bei zwei Expertenworkshops und vielen Treffen mit Staaten die Erfahrungen aus der Projektarbeit von Handicap International ein.

26 November 2018
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet
© T. Nicholson / HI
Minen und andere Waffen

22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet

Dem Explosivwaffen-Monitor zufolge wurden im Jahr 2025 22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet. Dies entspricht einem Rückgang von 21 % gegenüber dem Höchststand von 28’600 im Jahr 2024. Doch diese Verbesserung ist trügerisch: Sie erklärt sich durch die Waffenstillstände in Gaza und im Libanon, wo die Zivilbevölkerung jedoch nach wie vor unter Bombardierungen leidet. Überall sonst verschlechterte sich die Lage: Es gab mehr betroffene Länder, mehr Waffenarten und mehr zerstörte zivile Einrichtungen. Die Zivilbevölkerung in mindestens 65 Ländern und Gebieten litt unter dem Einsatz von Explosivwaffen.

Schule dank Minenräumung wiedereröffnet
© T. Nicholson/HI
Minen und andere Waffen

Schule dank Minenräumung wiedereröffnet

Yasser al-Sanad, der Leiter der Al-Najah-Schule, berichtet von den Auswirkungen der Minenräumung durch Handicap International. Die Schule stand seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 leer. Jetzt konnte sie gesichert werden und nimmt wieder ihre wichtige Rolle im Herzen der Stadt ein.

Handicap International begrüsst den Beitritt des Libanon zum Minenverbotsvertrag
© Xavier Bourgois / Handicap International
Minen und andere Waffen

Handicap International begrüsst den Beitritt des Libanon zum Minenverbotsvertrag

Der Libanon wird dem Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen beitreten – ein Schritt, den wir nachdrücklich begrüssen. Als 162. Vertragsstaat dieses lebensrettenden Abkommens setzt das Land ein wichtiges Zeichen für den Schutz der Zivilbevölkerung vor den verheerenden und wahllosen Auswirkungen von Antipersonenminen.
 

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

 
 

Kontakt

Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
[email protected]

Uns kontaktieren

IBAN: CH66 0900 0000 1200 0522 4

 
 

Suchbegriff eingeben

 
 

Unser Netzwerk

 
 

Folgen Sie uns