Libanon: Die Zivilbevölkerung zahlt den höchsten Preis / Menschen mit Behinderungen besonders stark betroffen

Nothlife
Libanon

Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) macht auf die dramatische Situation der Zivilbevölkerung im Libanon aufmerksam. Ganze Gemeinden sind auf der Flucht, Notunterkünfte sind überfüllt, zivile Infrastruktur ist beschädigt oder zerstört und die Versorgungslage verschlechtert sich zunehmend. Menschen mit Behinderungen sind besonders stark betroffen: Viele können ohne Unterstützung nicht fliehen und verlieren häufig ihr Versorgungsnetzwerk. HI fordert einen uneingeschränkten, sicheren, sofortigen und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe für alle von der Gewalt betroffenen Menschen.

Archivbild, Libanon 2024

Archivbild, Libanon 2024 | Gilles Lordet / HI

Nahed Al-Khlouf, Landesdirektorin von Handicap International im Libanon, sagt:

„In den vergangenen Stunden haben wir eine alarmierende Zunahme an Vertreibungen festgestellt. Ganze Gemeinden im Süden sind auf der Flucht, während Teile von Beirut schweren Bombardierungen ausgesetzt sind. Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Eskalation. Menschen mit Behinderungen leiden in solchen Krisen in besonderem Maße. Viele sind ohne Unterstützung nicht in der Lage, sich in Sicherheit zu bringen. Andere verlieren den Zugang zu Mobilitätshilfen, Medikamenten, Rehabilitationsangeboten und sozialen Netzwerken. Ohne gezielte Maßnahmen besteht die Gefahr, dass sie zurückbleiben – unsichtbar und schutzlos. Neben den unmittelbaren Opfern und Verletzten führt die Zerstörung wichtiger Infrastruktur zudem dazu, dass Gesundheitsversorgung, Strom, Wasser und Schulen nur eingeschränkt erreichbar sind. Das verschärft die Notlage all jener, die ohnehin bereits besonders vulnerabel sind.“

Handicap International fordert alle Konfliktparteien dringend auf,

  • das humanitäre Völkerrecht zu achten,
  • die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur, einschließlich Gesundheitseinrichtungen, Schulen und grundlegende Dienstleistungen, zu schützen;
  • den Schutz humanitärer Hilfskräfte zu gewährleisten.
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