UKRAINE: «Früher wollte ich einfach nur wieder gehen können. Dank Handicap International (HI) glaube ich daran, sogar rennen zu können!»

Gesundheit und Prävention Inklusion Rehabilitation
International

Wie viele andere Ukrainer:innen leidet Nadezhda unter gesundheitlichen Problemen, die sich durch den Krieg noch verschlimmert haben. Dank der von Handicap International angebotenen Rehabilitationsmassnahmen konnte sie nach ihrer Evakuierung ihre Schmerzen lindern, neue Energie tanken und wieder nach vorn blicken.

Nadezhda (rechts) mit ihrer Physiotherapeutin Anastasia Verbitsky (links).

Nadezhda mit ihrer Physiotherapeutin Anastasia Verbitsky. | © HI

Ein durch den Krieg verschärftes Leiden

Nadezhda leidet seit 22 Jahren an Diabetes. Zudem erlitt sie zwei Schlaganfälle und zwei Herzinfarkte und erkrankte an Gebärmutterhalskrebs. Ihr ohnehin schon angeschlagener Gesundheitszustand hat sich durch den Krieg weiter verschlechtert.

Sie leidet insbesondere unter Schwäche in den Beinen, Überempfindlichkeit und Schmerzen im unteren Rückenbereich. Die Bombardierungen und der Stress haben ihre Schwierigkeiten im Alltag noch verstärkt.

Eine Zeit lang versuchte Nadezhda, trotz der Explosionen zu Hause zu bleiben. Doch sie wurden zu heftig. Eines Tages wurde sie durch eine Explosion sogar aus dem Bett geschleudert. Als man ihr vorschlug, sie zu evakuieren, zögerte sie zunächst, ihr Zuhause und ihre Heimatstadt zu verlassen. Doch schliesslich willigte sie ein.

«Ich bin gegangen, um zu überleben.»

Wieder mobil dank Reha-Therapie

Nach ihrer Evakuierung wurde Nadezhda in ein Zentrum für Binnenvertriebene überwiesen. Dort traf sie das Rehabilitationsteam von HI.

Bei ihrer Ankunft benötigte sie einen Gehstock, da ihre Beine sie nicht mehr ausreichend stützten. Zusammen mit Anastasia Verbitsky, einer Physiotherapeutin und Partnerin von HI, begann sie ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Rehaprogramm.

Die Sitzungen ermöglichten es ihr, ihre Muskeln und Gelenke, ihr Gleichgewicht und ihren Gang zu trainieren. Nadezhda erhielt ausserdem Tipps, wie sie bestimmte alltägliche Handgriffe und Bewegungen leichter ausführen kann.

Schon bald stellte sie fest, dass es ihr besser ging und sie wieder mehr Energie hatte. Zudem hebt sie die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit des Rehabilitationsteams hervor. Dessen Begleitung hat ihr das Vertrauen in ihre Fähigkeiten zurückgegeben.

Bevor sie HI kennenlernte, hatte Nadezhda ein einfaches Ziel: wieder gehen zu können. Heute kann sie sich dank ihrer Fortschritte weit mehr vorstellen.

«Bevor ich HI kennenlernte, wollte ich einfach wieder gehen können. Jetzt glaube ich daran, sogar rennen zu können! Ich habe wunderbare Fortschritte gemacht.»

Nadezhda versucht, trotz eigener Schwierigkeiten, auch andere Menschen im Gesundheitszentrum zu unterstützen. Sie ermutigt die anderen, ihre Übungen zu machen, und will selbst weiterhin aktiv bleiben.

Sie möchte in Zukunft ihre Übungen fortsetzen, um noch mehr Selbstständigkeit zurückzugewinnen.

14 September 2026

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