Unsere Hilfe für die marokkanische Bevölkerung nach dem Erdbeben

Nothlife
Marokko

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 erschütterte Marokko in der Nacht vom 8. auf den 9. September 2023. Wir sind seit 30 Jahren im Königreich tätig und kümmern uns gemeinsam mit unseren marokkanischen Partnern um die Opfer.

© Bulent Kilic / AFP

Unsere Organisation hilft den Opfern gemeinsam mit den lokalen Akteuren

Die marokkanischen Organisationen und Behörden waren von Anfang an im Einsatz und leisten eine enorme Arbeit, um die Nothilfe und Unterstützung für die Erdbebenopfer zu organisieren.
Wir sind seit 1993 in Marokko tätig, haben unsere Teams mobilisiert und arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln und den Rahmen für unsere Hilfsmassnahmen festzulegen, die die immense Arbeit der lokalen Akteure ergänzen sollen.

Unsere Organisation wird sich zunächst an der Verteilung von Hilfsgütern (Hygieneartikel, Zelte, Mobilitätshilfen usw.) beteiligen. So bald wie möglich möchten wir auch die marokkanischen Akteure unterstützen, die sich um verletzte und traumatisierte Menschen kümmern, die insbesondere Rehabilitationsmassnahmen und psychologische Betreuung benötigen. Nach einem Erdbeben ist der Bedarf an Rehabilitation immens: Wenn die Verletzten nicht angemessen versorgt werden, können sich ihre Verletzungen verschlimmern oder zu einer dauerhaften Behinderung führen.

«Wir erwarten einen riesigen Bedarf an Rehabilitation», erklärt Céline Abric. «Darüber hinaus haben die Überlebenden in den Gebieten, in denen das Erdbeben verheerend war, insbesondere Frauen und gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, schwere Traumata erlitten und werden psychologische Betreuung benötigen.»

Die Bevölkerung in geschwächten ländlichen Gebieten

Das Erdbeben der Stärke 6,8, laut marokkanischen Medien das stärkste und verheerendste, das je im Land registriert wurde, erschütterte die Provinz Al-Haouz in der Region Hoher Atlas südwestlich von Marrakesch sowie die Provinzen Chichaoua (Region Marrakesch) und Taroudant (Region Souss-Massa). In den Folgetagen ereigneten sich mehrere Nachbeben im Land, die zwar weniger stark waren, die marokkanische Bevölkerung jedoch in grosse Angst versetzten.
Die ersten Bilanzen sprechen derzeit von mehr als 2900 Toten und über 5500 Verletzten (die Zahlen wurden in Frankreich am 12. September um 17 Uhr veröffentlicht). Viele Menschen sind noch immer unter den Trümmern eingeschlossen, einige Dörfer sind nach wie vor unzugänglich, und die Zahl der Opfer kann noch weiter steigen, je länger die Rettungs- und Evakuierungsmassnahmen andauern. Diese Massnahmen werden durch die schlechte Zugänglichkeit dieser Bergregionen erschwert.

«Die am stärksten betroffenen Gebiete sind ziemlich abgelegene Regionen, in denen es kaum öffentliche Infrastruktur gibt, was die Koordination und den Transport der Hilfsgüter für die Überlebenden erschwert», erklärt Céline Abric, unsere Länderverantwortliche für Marokko.

Die humanitäre Hilfe muss langfristig angelegt werden, um die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen und den Bewohner:innen die notwendige Unterstützung zu geben, damit sie eine gewisse materielle und emotionale Stabilität wiedererlangen, aber auch, um die physischen und psychischen Folgen des Ereignisses zu bewältigen.


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13 September 2023
Einsatzländer

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Nadia Ben Said
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