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Burkina Faso

Handicap International (HI) setzt sich für die Grundrechte von Menschen mit Behinderung ein und unterstützt Menschen, die von Konflikten betroffen sind.

Kinder in einer Schule lernen in Lesen in Burkina Faso - HI

Einschulung Burkina Faso - HI | © HI

Laufende Aktivitäten

Der 1991 gestartete Einsatz in Burkina Faso war das erste Projekt von Handicap International (HI) in Westafrika. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium wandelten wir ein orthopädisches Versorgungszentrum für Veteranen in ein nationales Orthopädiezentrum um. Zudem unterstützte HI beim Aufbau anderer Reha-Zentren.
Bis 2015 arbeitete HI vor allem an langfristigen Entwicklungsprojekten. Aufgrund der anhaltenden prekären Sicherheitslage und humanitären Krisen haben wir unsere Arbeit schrittweise neu ausgerichtet, um uns um die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung zu kümmern. 

HI unterstützt den Aufbau eines regionalen Rehabilitationssystems und bildet Fachkräfte im Bereich der Gesundheit und Rehabilitation sowie in den Themen Behinderung und inklusiver Bildung aus. Wir erleichtern Kindern mit Behinderung den Zugang zu Schulen und behinderten Jugendlichen den Zugang zur Berufsausbildung. 

HI hilft Familien in der Sahelzone, die von Unterernährung oder Hunger bedroht sind und unterstützt sie dabei, widerstandsfähiger gegen künftige Krisen zu werden. Ausserdem stärken wir unterernährte Kinder mit Physiotherapie und psychoaktiver Stimulation, damit sie sich erholen und gesund entwickeln können.  

Zudem führt HI ein Projekt durch, das die Akteure der humanitären Hilfe dabei unterstützt, ihre Projekte stärker auf ältere Menschen und Menschen mit Behinderung abzustimmen.
 

Neuigkeiten aus den Projekten

Bildung, Mädchen, Behinderung: Handicap International engagiert sich gegen Ausgrenzung
© Nicolas Axelrod-Ruom / HI
Inklusion Inklusion

Bildung, Mädchen, Behinderung: Handicap International engagiert sich gegen Ausgrenzung

Nach Durchführung einer Studie, die in Burkina Faso, Mali und Niger realisiert wurde, warnen wir vor der Ausgrenzung von Mädchen mit Behinderung von der Schule. Weltweit ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen mit Behinderung Analphabetinnen sind, dreimal so hoch wie bei Männern ohne Behinderung. Um die Öffentlichkeit für dieses Problem zu mobilisieren, rufen wir dazu auf, die Petition #School4all zu unterschreiben: Alle Kinder haben das Recht auf Bildung.

Ein neues Bein für Alassane
© Erwan Rogard / HI
Betroffenen Rehabilitation

Ein neues Bein für Alassane

Die Geburt eines Kindes ist für die Eltern und den ganzen Familien- und Bekanntenkreis immer ein Moment grossen Glücks… Doch für die Eltern Alassanes fällt einige Monate nach seiner Geburt ein dunkler Schatten auf dieses Glück, als bei ihm eine schwere Infektionskrankheit festgestellt wird. Bei ihrem Sohn muss notfallmässig das rechte Bein amputiert werden! 

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Hintergrund

Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Vor allem die Schutzbedürftigsten sind von Analphabetismus, fehlendem Zugang zu medizinischer Behandlung und wirtschaftlicher Not betroffen.

Die schwächsten Teile der Bevölkerung, vor allem Menschen mit Behinderung, haben quasi keinen Zugang zu medizinischer Betreuung und nehmen nur in geringem Masse am wirtschaftlichen und sozialen Leben teil. Ihre Grundrechte, einschliesslich des Zugangs zu Bildung, Berufsausbildung, Beschäftigung usw., werden oft nicht gewahrt. Viele werden dadurch ausgeschlossen und leben häufig in grosser Armut.

Seit 2015 herrscht in den nördlichen Gebieten von Burkina-Faso aufgrund von Konflikten zwischen dem Staat und nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen eine wachsende Unsicherheit. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass 1 Million Menschen geflohen  und damit von überlebenswichtigen wirtschaftlichen Ressourcen abgeschnitten sind.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 187
Eröffnungsdatum des Programms: 1991

Einsatzländer