Das Leid der Zivilbevölkerung muss aufhören

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Verschiedene Staaten trafen sich in Oslo, um die Umsetzung der politischen Erklärung gegen die Bombardierung von Städten zu überprüfen. Überlebende von Explosivwaffen forderten die Staaten auf, endlich zu handeln.

Vor dem Konferenzsaal gestalteten drei ukrainische und deutsche Künstler:innen gemeinsam ein Graffiti mit dem Slogan unserer Kampagne «Stop Bombing Civilians». Es zeigt ein zerstörtes Haus in der Ukraine und den Arm eines Kindes, das Bilder malt, die neues Leben und Hoffnung symbolisieren.

Vor dem Konferenzsaal gestalteten drei ukrainische und deutsche Künstler:innen gemeinsam ein Graffiti mit dem Slogan unserer Kampagne «Stop Bombing Civilians». Es zeigt ein zerstörtes Haus in der Ukraine und den Arm eines Kindes, das Bilder malt, die neues Leben und Hoffnung symbolisieren. | © HI

Die Oslo-Konferenz

Vom 22. bis 24. April 2024 trafen sich verschiedene Staaten, UN-Organisationen, Überlebende und Nichtregierungsorganisationen in Oslo, um über die Umsetzung der im November 2022 von 87 Staaten verabschiedeten Erklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Explosivwaffen zu beraten.

Umsetzung der politischen Erklärung

An der ersten Konferenz nahmen rund 90 Staaten teil. Sie tauschten sich über bewährte Praktiken bei der Umsetzung der Verpflichtungen aus und diskutierten Schwierigkeiten. Unsere Organisation konzentrierte ihre Botschaften auf humanitäre Fragen, insbesondere auf den humanitären Zugang und die Opferhilfe.

«Die Staaten müssen nationale Verbote und Beschränkungen für den Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten durchsetzen, um das Leiden der Zivilbevölkerung zu verringern. Wir fordern sie ausserdem nachdrücklich auf, den Einsatz der zerstörerischen Waffen in Städten zu beenden. Die Staaten müssen den Opfern helfen und transparenter über ihre militärischen Operationen berichten.» Alma Taslidžan, unsere Beauftragte für Abrüstung und Schutz der Zivilbevölkerung.

Überlebende fordern zum Handeln auf

An einem Forum zum Schutz der Zivilbevölkerung nahmen Menschen teil, die direkte Erfahrungen mit Explosivwaffen gemacht haben. Überlebende, wie die syrischen Aktivistinnen Marwa Almbaed und Nujeen Mustafa, teilten ihre erschütternden Geschichten.

«75 Prozent der syrischen Bevölkerung leiden unter Kriegstraumata […]. Während wir hier sprechen, ereignen sich im Sekundentakt neue schreckliche Schicksale in Gaza, in der Ukraine, in Syrien, im Sudan, in Myanmar, im Jemen und in vielen anderen Ländern. Wir alle sind hier, weil wir diese Situation ändern müssen. Es ist an der Zeit, die Zivilbevölkerung in Kriegszeiten endlich besser zu schützen. Ich zähle heute darauf, dass Sie hier in Oslo daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.» Marwa Almbaed syrische Aktivistin.

Die Überlebenden riefen eindringlich zum Handeln auf: «Wir erheben unsere Stimme im Namen der Millionen Menschen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind und täglich unvorstellbares Leid ertragen müssen. Wir fordern die Vertreter:innen der Staaten und die Entscheidungsträger:innen auf, unseren Aufruf zur Stärkung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor den verheerenden Auswirkungen von Explosivwaffen zu erhören.»

Unsere Organisation arbeitet weiterhin mit Überlebenden und betroffenen Gemeinschaften zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Ansichten berücksichtigt werden, und um die Bevölkerung zu mobilisieren und die Staaten dazu zu bewegen, den Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten.

Noch ein weiter Weg

Drei Staaten (Irland, Norwegen und Costa Rica) werden nun die Führung bei der Förderung und Umsetzung der politischen Erklärung gegen Explosivwaffen übernehmen. Die nächste Überprüfungskonferenz soll 2025 in Costa Rica stattfinden.

29 April 2024
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