Der Mapping-Wettbewerb von HI: mit Innovation humanitäre Hilfe unterstützen

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Handicap International (HI) trägt zu führenden Innovationen im Bereich der Kartographie unter Verwendung von künstlicher Intelligenz bei. Karten enthalten wichtige Informationen für den Einsatz von humanitären Teams in betroffenen Regionen. Doch in Gegenden, die durch Naturkatastrophen, Konflikte oder Krisensituationen isoliert sind, sind Karten oft entweder unvollständig oder nicht vorhanden. Um jeden Teil dieser Welt zu kartieren, haben HI und CrowdAI einen weltweiten Mapping-Wettbewerb ins Leben gerufen. Die erste Phase wurde am 1. Juni abgeschlossen und die fünf besten Lösungen werden im August vorgestellt.

Dank Technologie ist es einfacher, Karten anhand von Satellitenbildern zu erstellen

Dank Technologie ist es einfacher, Karten anhand von Satellitenbildern zu erstellen | © HI

HI in Partnerschaft mit:

  •  Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL)
  •  UNITAR - Operational Satellite Applications Programme (UNOSAT)
  •  Global pulse

In einer Welt, in der Naturkatastrophen und humanitäre Krisen immer weiter zunehmen, sind zahlreiche Gebiete auf Erden nicht mehr richtig kartiert. Existierende Karten sind oft nicht auf dem neuesten Stand. Durch diesen Mangel an Informationen werden Evaluierungen von aktuellen Krisensituationen, humanitäre Einsätze, Entwicklungsprojekte sowie Entminungsprojekte deutlich erschwert. Ohne Karten fehlen den humanitären Teams im Feld häufig die notwendigen Informationen, um ihren Einsatz zu planen und richtige Entscheidungen zu treffen. Hierzu zählen zum Beispiel, welche Transportwege genommen werden oder wo genau die am meisten beschädigten Gebiete liegen. Mit einer aktuellen und umfassenden Karte sind die humanitären Hilfsakteure besser in der Lage, ihre Aktivitäten vor Ort zu organisieren.


Das Problem mit den Karten ist, dass ihre Erstellung und Aktualisierung sehr aufwendig ist. Derzeit werden Karten basierend auf Satellitenbildern von Hand gezeichnet. Dies wird von spezialisierten Organisationen oder Ehrenamtlichen geleistet, die an sogenannten „Mapathons“ teilnehmen. Beispielsweise organisierte HI im Dezember 2017 so einen Workshop, um Laos zu kartieren. 
HI Schweiz hat 2018 gemeinsam mit CrowdAI einen Data Science Wettbewerb ins Leben gerufen mit dem Ziel, Algorithmen zu entwickeln, die Satellitenbilder in Karten übersetzen können. Dies geschieht mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Beim aktuellen Mapping-Wettbewerb nehmen rund 300 Menschen teil. Sie entwickeln effiziente Algorithmen für die automatische Erstellung von Karten anhand von Satellitenbildern. Der Prozess wird dadurch schneller und es können Karten entwickelt werden, die die notwendigen Informationen für humanitäre Hilfseinsätze beinhalten.


Somit präsentiert sich HI als entscheidender Akteur in der Entwicklung innovativer Lösungen für den humanitären Sektor. In diesem Wettbewerb nehmen 278 Forscher teil, die in der ersten Phase bis zum 1. Juni bereits 464 Lösungen vorgestellt haben. Die zweite Phase endet am 20. Juli. Am Ende dieser Phase werden die Algorithmen von UN Global Pulse und UNOSAT  getestet und die fünf besten Teilnehmer ermittelt. Sie werden dazu eingeladen, ihre Ergebnisse auf der 5. International Conference on Data Science and Advanced Analytics (Internationale Konferenz zu Datenwissenschaft und Modernen Analyseverfahren) im Oktober in Turin vorzustellen. So erhalten sie die verdiente Anerkennung für ihre Innovationen, die sie in den Dienst der humanitären Hilfe stellen.
 

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