Nach dem Zyklon Fytia: Leben wieder aufbauen

Inklusion
International

Die 85-jährige Denise weiss, was es bedeutet, innerhalb weniger Stunden alles zu verlieren. Am 31. Januar 2026 fegte der Zyklon Fytia mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über den Norden Madagaskars hinweg. In der Region Boeny, in der Denise lebt, drang das Wasser in die Häuser ein und zerstörte die Ernten. Dank der Hilfe ihrer Kinder konnte sie ihr Haus rechtzeitig verlassen. Einige Wochen später erhielt sie von Handicap International finanzielle Unterstützung, um die Folgen des Zyklons zu bewältigen.

Die 85-jährige Denise ist eine der Betroffenen des Zyklons Fytia und hat finanzielle Unterstützung von Handicap International erhalten.

Die 85-jährige Denise ist eine der Betroffenen des Zyklons Fytia und hat finanzielle Unterstützung von Handicap International erhalten. | © Y. Andria / HI

Als die Warnung kam, war Denise schnell klar, dass die Gefahr ernst war. Doch aufgrund ihrer Knieschmerzen und ihrer eingeschränkten Sehkraft konnte sie nicht allein weg.

«Meine Kinder sagten zu mir: ‹Komm, wir bringen dich mit dem Karren an einen sicheren Ort. Das Wasser könnte schnell steigen und dein Haus überfluten.› Zum Glück sind wir rechtzeitig geflüchtet. Ich hatte wirklich Angst», erzählt sie.

So brachten ihre Kinder sie rechtzeitig in Sicherheit. Ihr Haus blieb verschont, ihre Reisfelder jedoch nicht. Vor dem Zyklon lebte sie vom Verkauf ihrer Ernte. Nun sind ihre Felder mit Sand bedeckt, und sie kann sich nicht mehr auf diese Einnahmequelle verlassen.

Dank der finanziellen Unterstützung von Handicap International kann sie ihre täglichen Ausgaben bestreiten. Sie nutzt das Geld insbesondere, um Lebensmittel zu kaufen und die Schulgebühren ihrer Enkelkinder zu bezahlen. 

Damit sich eine solche Situation nicht wiederholt, unterstützt Handicap International auch lokale und humanitäre Akteure dabei, Menschen mit Behinderungen bei Katastrophen besser zu berücksichtigen – bei Evakuierungen, beim Zugang zu Hilfe und beim Erkennen ihrer besonderen Bedürfnisse.

Dank der erhaltenen Hilfe kann Denise heute ihre dringendsten Bedürfnisse decken. Vor allem aber ermöglicht es ihr die Unterstützung, nach und nach die Kontrolle über ihren Alltag zurückzugewinnen.

19 August 2026

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

 

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Weltweite Umfrage zeigt: Kürzungen der internationalen Hilfe treffen Menschen mit Behinderungen schwer
© I. Rugenge / HI
Inklusion Rechte von menschen mit behinderungen und politik

Weltweite Umfrage zeigt: Kürzungen der internationalen Hilfe treffen Menschen mit Behinderungen schwer

Eine von Handicap International (HI) in über 35 Ländern durchgeführte Umfrage zeigt die verheerenden Folgen der Kürzungen bei der internationalen Hilfe für Menschen mit Behinderungen: zunehmende Ausgrenzung, eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und existenzielle Bedrohung. Der Bericht bezeichnet die Situation als «drastischsten Rückgang der Hilfe in der modernen Geschichte».

Sokchea (16): Der Wunsch, vorwärtszukommen
© S. Rae / HI
Gesundheit und Prävention Inklusion Rehabilitation

Sokchea (16): Der Wunsch, vorwärtszukommen

Sokchea Leng lebt mit einer Zerebralparese und wuchs in der kambodschanischen Provinz Kampong Cham auf. Dank der unermüdlichen Unterstützung ihrer Mutter und der Begleitung durch die Teams von Handicap International lernte die Jugendliche zunächst gehen und konnte anschliessend die Schule besuchen. Heute setzt sie ihre Schulbildung mit grosser Entschlossenheit fort.

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?
© HI
Minen und andere Waffen

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?

Minen töten und verstümmeln jahrzehntelang – auch wenn der Krieg längst vorbei ist. Rund 90 Prozent der Opfer kommen aus der Zivilbevölkerung. Dennoch sind Landminen wieder auf dem Vormarsch: massiver Einsatz in bewaffneten Konflikten, Rückzug von fünf Staaten aus dem Ottawa-Verbotsvertrag, neue Minenproduktion, mehr Minenopfer.

Gary Toombs, HI-Experte für Minenräumung erklärt, warum Minen so gefährlich sind und wie sich Staaten besser schützen können.

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

 
 

Kontakt

Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
[email protected]

Uns kontaktieren

IBAN: CH66 0900 0000 1200 0522 4

 
 

Suchbegriff eingeben

 
 

Unser Netzwerk

 
 

Folgen Sie uns