Gehe zum Hauptinhalt
 
 

Indien

Handicap International (HI) setzt sich in Indien für Präventions- und Rehabilitationsmassnahmen für Menschen mit Behinderung und ihre Inklusion in das öffentliche Gesundheitssystem ein.

Ein kleines Mädchen mit Prothese - HI Indien

Ein kleines Mädchen mit Prothese - HI Indien | © D. Van Ophalvens / Handicap International

Laufende Aktivitäten

HI ist Teil der IFRA (INDIAN FORUM ON REHABILITATION FOR ALL), einem informellen Netzwerk, das versucht, Einfluss auf die indische Regierung zu nehmen, um die Qualität der Rehabilitationsdienste im Land zu verbessern. 

Wir engagieren uns in der Notfallhilfe und im Katastrophenschutz, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderung sowie andere gefährdete Personen bei den Massnahmen berücksichtigt werden. 

Ausserdem setzen wir uns für die soziale und wirtschaftliche Inklusion zur Förderung der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung ein. HI hilft Menschen mit Behinderung zudem, Beschäftigungsmöglichkeiten in der Privatwirtschaft zu finden.

HI begann seine Arbeit in Indien im Bereich des Katastrophenrisikomanagements im Jahr 2001 nach dem Erdbeben in Gujarat. In der Folgezeit haben wir Projekte zur Bewältigung von Katastrophen und zum Wiederaufbau durchgeführt, z. B. nach dem Tsunami im Jahr 2004, den Überschwemmungen in Bihar und dem Zyklon Aila zwischen 2007 und 2009. Von 2009 bis 2012 führte HI in Odisha und Westbengalen sein erstes eigenständiges Projekt zur Verringerung des Katastrophenrisikos (Disaster Risk Reduction) durch. Wir  knüpften gute Kontakte zu den Regierungen der Bundesstaaten, zu lokalen und internationalen NROs, die im Bereich Katastrophenrisikomanagement tätig sind, und zu Organisationen von Menschen mit Behinderung.  

Neuigkeiten aus den Projekten

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend
© HI
Nothlife

Covid-19 in Bangladesch, Indien und Pakistan: Situation ist alarmierend

In Südasien ist ein sehr besorgniserregender Anstieg der Fälle der Covid-19-Epidemie zu verzeichnen, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, wo Handicap International (HI) interveniert. In diesen drei Ländern gibt es bereits 565'000 Fälle von Infizierten, darunter über 330'000 Menschen in Indien, das damit an vierter Stelle der Länder mit Covid-19 Erkrankungen darstellt. Für die schutzbedürftigsten Menschen ist diese Situation besonders schwierig, da durch die Gesundheitskrise ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe eingeschränkt ist. 

Zyklon Amphan: HI-Teams sind zur Stelle
© Cyclocane
Nothlife

Zyklon Amphan: HI-Teams sind zur Stelle

Der tropische Wirbelsturm Amphan traf am Mittwoch, den 20. Mai, Indien und Bangladesch. Millionen Menschen waren betroffen. Wir helfen weiterhin die Schwästen.

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“
© H. Zahoor / Handicap International
Inklusion

„Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich vergessen, dass ich eine Behinderung habe“

Die Baramulla Tigers gegen die Kupwara Tigers: Anfang Juni 2016 organisierte Handicap International am Handwara Degree College im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir das allererste Kricketspiel, an dem Spielende mit und ohne Behinderung teilnah­men. Ein grosser Erfolg und eine Chance, die gesellschaftliche Inklusion junger Menschen mit Behinderung zu fördern. 

HELFEN
Sie mit

Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Indien

Indien zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Dennoch steht das Land weiterhin vor sozioökonomischen Herausforderungen. Laut der Weltbank wird Indien als Land mit niedrigem mittleren Einkommen eingestuft. Dementsprechend lebt 21,9 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze – der weltweit grösste Anteil armer Menschen in einem Land.

Da die Corona-Pandemie und Lockdowns verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Lebensunterhalt der Menschen hatten, wurden laut einem Bericht der Azim Premji University im vergangenen Jahr rund 230 Millionen Inder*innen zusätzlich in die Armut getrieben. Die Armutsquote auf dem Land ist um 15 % gestiegen und die städtische Armutsquote sogar um fast 20 %. 

Zudem ist das Land in hohem Masse Naturkatastrophen wie Dürren, Zyklonen, Überschwemmungen und Erdrutschen ausgesetzt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 5
Eröffnungsdatum des Programms: 1988
 

Einsatzländer