Jordanien

In Jordanien unterstützt Handicap International (HI) Menschen, die von humanitären Krisen betroffen sind.

Kind mit Beinamputation wird von einem Physiotherapeuten untersucht.

Reha-Sitzung in einem Zentrum von Handicap International | © Dan Giannopoulos / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Die Teams von Handicap International unterstützen und schulen medizinisches Fachpersonal. Zudem stellen die Teams Hilfsmittel für Rehabilitationsleistungen bereit. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium arbeitet Handicap International an der Umsetzung einer nationalen Rehabilitationsstrategie.

Die Teams helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen und bieten betroffenen Kindern gezielte Frühförderung an. Darüber hinaus fördern sie die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen in inklusive Schulen, indem sie Lehrkräfte entsprechend schulen. Gemeinsam mit den jordanischen Behörden arbeitet Handicap International am Aufbau eines nationalen Verweisungssystems für Unterstützungs- und Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen.

HI hilft Menschen mit Behinderungen dabei, Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Dazu gehört es auch, Arbeitsplätze barrierefrei zu gestalten und Arbeitgeber zu Inklusion zu schulen.

  • Anzahl der Mitarbeitende von Handicap International: 18
  • Anzahl der von Handicap International im Jahr 2025 unterstützten Begünstigten: 6.140 Personen
  • Start des Programms: 2012

Neuigkeiten aus den Projekten

Inklusive Bildung: Porträts
K. Saif / HI
Inklusion Rehabilitation

Inklusive Bildung: Porträts

Wir stellen Ihnen Sham, Siwar und Mahmoud vor, drei Kinder, die sich durch ihre Behinderung nicht vom Schulbesuch abhalten lassen. Inspirierende Geschichten, ermöglicht durch das Projekt «Helden» in Jordanien, das seit zwei Jahren 50 Jungen und Mädchen mit Behinderungen im Alter von 4 bis 6 Jahren Zugang zur Vorschulbildung verschafft. Lesen Sie die beeindruckenden Geschichten von Kindern, die Hindernisse überwinden, um lernen zu können.

«Die Chance, dass ich überlebe, lag bei eins zu 100»
© S. Khalifat / HI
Minen und andere Waffen Rehabilitation

«Die Chance, dass ich überlebe, lag bei eins zu 100»

Mohamad ist einer der Tausenden von Syrer*innen, die von Bombardierungen betroffen sind. Seit einer Explosion im Jahr 2012 sind seine Beine gelähmt.

«Wieder gehen zu können ist ein Segen»
© S. Khalifat / HI
Minen und andere Waffen Rehabilitation

«Wieder gehen zu können ist ein Segen»

Malik war zehn Jahre alt, als sein Haus in Syrien bombardiert wurde. Sein Bein musste amputiert werden, es folgte eine lange Rehabilitation. Wir halfen ihm in Jordanien bei seinem Kampf zurück ins Leben.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Jordanien

Jordanien zählt weiterhin zu den stabilsten Ländern im Nahen Osten. Gleichzeitig verändern geopolitische Entwicklungen in der Region und eine sich verschärfende Wirtschaftskrise die humanitäre Lage im Land.

Obwohl Jordanien im Index der menschlichen Entwicklung (HDI) weiterhin gut abschneidet, wächst die Kluft zwischen der städtischen Bevölkerung in der Hauptstadt Amman und den Menschen in ländlichen Regionen wie den Regionen Mafraq oder Ma'an.

Derzeit leben noch rund 400.000 registrierte syrische Geflüchtete in Jordanien. Nach dem politischen Übergang in Syrien Ende 2025 ist ihre Zahl jedoch zurückgegangen, da viele Menschen freiwillig in ihre Heimat zurückkehrten. Seit Dezember 2024 sind mehr als 185.000 Syrer*innen aus Jordanien zurückgekehrt. Viele bleiben jedoch, weil die Infrastruktur in Syrien zerstört ist und grundlegende Dienstleistungen fehlen. Rund 80 Prozent der Geflüchteten leben in jordanischen Städten und Gemeinden, die übrigen 20 Prozent in Flüchtlingslagern wie Zaatari und Azraq.

Schätzungen zufolge leben in Jordanien rund 1,1 Millionen Menschen mit Behinderungen, was einem Anteil von etwa 11 bis 15 Prozent der Bevölkerung entspricht. Besonders in abgelegenen Regionen erschweren räumliche Isolation sowie physische und wirtschaftliche Barrieren den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.

Einsatzländer

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