Besetzte palästinensische Gebiete – Israel: 12’000 Bomben auf Gaza abgeworfen

Minen und andere Waffen Nothlife
Palästinensische Gebiete

Wir haben einen Bericht über die Auswirkungen des Einsatzes von Explosivwaffen im Gazastreifen veröffentlicht. Seit dem 7. Oktober wurden mehr als 12’000 Bomben mit einem Gewicht zwischen 150 und 1000 Kilogramm abgeworfen. Wir rufen zu einem sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand auf.

Aufruf zum Waffenstillstand, errichtet am 21. November 2023 auf Broken Chair, dem Sprachrohr von Handicap International für die zivilen Opfer von Bombardierungen.

Aufruf zum Waffenstillstand, errichtet am 21. November 2023 auf Broken Chair, dem Sprachrohr von Handicap International für die zivilen Opfer von Bombardierungen. | © T. Million / HI

"Die Zerstörung oder Beschädigung von lebenswichtiger Infrastruktur wie Spitälern oder Schulen hat langfristige Folgen, da diese grundlegenden Dienstleistungen auch nach Beendigung der Gewalt für lange Zeit nicht zur Verfügung stehen werden. Bombardierungen und Beschuss verseuchen Gebiete mit Blindgängern. Viele dieser Bomben, Raketen etc. explodieren nicht wie geplant und bleiben scharf. Dies erfordert langwierige und komplexe Minenräumaktionen, damit die Menschen sicher in ihre Häuser zurückkehren oder die betroffenen Gebäude wieder aufgebaut werden können", erklärt Danila Zizi, unsere Verantwortliche für die Palästinensischen Gebiete.

Tausende Schwerverletzte, zahlreiche Amputationen

Im Bericht "Blast Impacts: Looking into the Consequences of Explosive Weapons in Gaza", heisst es, dass die vielen Schwerverletzten dringend behandelt werden müssen. Viele haben Beine oder Arme verloren, haben Quetschungen oder Schusswunden. Auch Nervenschäden und Rückenmarksverletzungen sind bei Bombenopfern häufig. Alle diese Menschen werden ihr Leben lang mit Schmerzen, Versteifungen und psychischen Traumata zu kämpfen haben. Viele von ihnen werden unter dauerhaften oder vorübergehenden körperlichen Behinderungen leiden. Der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe verschärft diese Probleme zusätzlich.

Wir fordern ein Ende des Einsatzes von Explosivwaffen in Wohngebieten

Wir rufen alle Konfliktparteien dazu auf, den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten zu unterlassen. Die Organisation unterstützt auch #CeasefireNow, den Aufruf zu einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel, um eine humanitäre Katastrophe und den Verlust weiterer unschuldiger Menschenleben zu verhindern und sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe schnell und sicher geleistet werden kann.

12 Dezember 2023
Einsatzländer
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53 International NGOs warn Israel’s recent registration measures will impede critical humanitarian action. 
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Nothlife

53 International NGOs warn Israel’s recent registration measures will impede critical humanitarian action. 

International humanitarian organizations operating in the occupied Palestinian territory warn that Israel’s recent registration measures threaten to halt INGO operations at a time when civilians face acute and widespread humanitarian need, despite the ceasefire in Gaza.On 30 December, 37 INGOs received official notification that their registrations would expire on 31 December 2025. This triggers a 60-day period after which INGOs would be required to cease operations in Gaza and the West Bank, including East Jerusalem.

Rückblick 2025: Danke für Ihre Unterstützung!
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DANKE! 

Dank Ihrer Grosszügigkeit konnten wir 2025 mehr als 400 Projekte in rund 60 Ländern umsetzen. Ob Gesundheitsversorgung, Bildung, Inklusion oder Aufklärung über die Gefahren von Landminen – Ihre Hilfe hat Leben verändert.  

Schauen Sie sich die Höhepunkte dieses solidarischen Jahres in unserem Videorückblick an. 

6279 Minenopfer im Jahr 2024: Höchste Zahl seit 2020
© OCARINA / HI
Advocacy-Arbeit Minen und andere Waffen

6279 Minenopfer im Jahr 2024: Höchste Zahl seit 2020

Gemäss dem am 1. Dezember veröffentlichten Landminen-Monitor 2025 wurden im Jahr 2024 mindestens 6279 Menschen Opfer von Minen und explosiven Kriegsmunitionsrückständen – die höchste jährliche Zahl seit 2020. Besonders besorgniserregend ist, dass sich sechs Staaten aus der Ottawa-Konvention, die Antipersonenminen verbietet, zurückziehen oder diese aussetzen wollen. Anlässlich der jährlichen Landminenkonferenz, die vom 1. bis 5. Dezember in Genf stattfindet, ruft Handicap International die Staaten dazu auf, ihr Engagement für den Vertrag zu bekräftigen.

 

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Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
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