Die Schliessung des Flughafens Sanaa gefährdet Millionen Menschenleben

Nothlife

Zwölf Humanitäre Organisationen* rufen die arabische Koalition auf, die über den jemenitischen Luftraum verhängten Einschränkungen aufzuheben und Jemens wichtigsten Flughafen, den internationalen Flughafen Sanaa, wieder zu eröffnen, damit wieder humanitäre Flüge durchgeführt werden können.

Map

Map | (c) Handicap International

Der Sprecher der humanitären Organisationen, Syma Jamil, nannte „die Schliessung des wichtigsten funktionierenden Flughafens Jemens unentschuldbar, während Tausende jemenitischer Familien dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.“

Der Flughafen von Sanaa spielt bei der Verteilung von Hilfsgütern eine Schlüsselrolle. Mit seiner Schliessung ist es für die verzweifelte Bevölkerung noch schwieriger geworden, Unterstützung zu erlangen.

Alle Konfliktparteien müssen sicherstellen, dass die jemenitische Bevölkerung gemäss den Verpflichtungen nach humanitärem Völkerrecht Hilfe erhält.

Infolge des Konflikts leiden derzeit 14 Millionen Jemeniten an Hunger. Ein Drittel der jemenitischen Kinder unter 5 Jahren, d.h. fast 1,3 Millionen, sind akut unterernährt.

Neben den humanitären müssen auch kommerzielle Flüge wieder zugelassen werden, damit Zivilpersonen wieder frei reisen und der Handel und der Import wichtiger Produkte wieder aufgenommen werden können.

„Die Schliessung des Flughafens hat den Jemen von der Welt abgeschnitten, während die Jemeniten an Unterernährung leiden und die Spitäler dringend medizinisches Material (Anm. d. Red.: Verbandmaterial, Medikamente, chirurgisches Material) brauchen. Wir appellieren an die arabische Koalition, die über den jemenitischen Luftraum verhängten Einschränkungen aufzuheben und ohne Verzögerung die Wiedereröffnung des Flughafens zuzulassen.“

Die Koalition hat die Schliessung des jemenitischen Luftraums am Montag, 8. August, für eine angekündigte Dauer von 72 Stunden beschlossen. Am Sonntag, 14. August, war er noch immer nicht wieder geöffnet.

Die Schliessung fällt mit der Wiederaufnahme der Luftschläge auf Sanaa und auf verschiedene Regionen im Jemen zusammen und gefährdet die jemenitische Zivilbevölkerung. Seit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten sind schon wieder zivile Opfer zu beklagen, darunter auch Kinder.


*Handicap International, ACTED, Action Contre la Faim, Care, Danish Refugee Council, Global Communities, International Rescue Committee, INTERSOS, Mercy Corps, Norwegian Refugee Council, Oxfam, Save The Children.

15 August 2016

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

 

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Überschwemmungen und Schlammlawine in Nepal: HI startet einen Nothilfeeinsatz für die Betroffenen
© PRAKASH MATHEMA / AFP
Nothlife Rehabilitation

Überschwemmungen und Schlammlawine in Nepal: HI startet einen Nothilfeeinsatz für die Betroffenen

Am 26. August hat eine Welle aus Eis und Schlamm den Norden Nepals verwüstet. Angesichts der Dringlichkeit bereitet HI eine Intervention in den Bereichen Rehabilitation, psychische Gesundheit und Verteilung von Gütern des täglichen Bedarfs vor.

Venezuela: Nothilfe nach verheerendem Erdbeben
© A. Jota / HI
Nothlife Rehabilitation

Venezuela: Nothilfe nach verheerendem Erdbeben

Zwei schwere Erdbeben haben Teile Venezuelas erschüttert. Erste Schätzungen gehen von hunderten Toten, tausenden Verletzten und zehntausenden Vermissten aus. Inmitten dieser Tragödie bereiten die Teams von Handicap International (HI) ihren Einsatz vor – besonders für diejenigen, die jetzt am dringendsten Hilfe brauchen: Menschen mit Behinderungen und Schwerverletzte.

DR Kongo und Uganda: Handicap International im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie
© HI
Nothlife

DR Kongo und Uganda: Handicap International im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie

Genf, 18. Juni 2026. Handicap International hat einen Nothilfe-Einsatz eingeleitet, um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Dazu gehören die Bereitstellung von Logistik für humanitäre Akteure, Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen sowie eine gezielte Begleitung von Menschen mit Behinderungen.

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

 
 

Kontakt

Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
[email protected]

Uns kontaktieren

IBAN: CH66 0900 0000 1200 0522 4

 
 

Suchbegriff eingeben

 
 

Unser Netzwerk

 
 

Folgen Sie uns