Mit Expertise gegen Covid-19

Nothlife
International

Handicap InternationaI (HI) prüft derzeit die Einsatzmöglichkeiten, um Menschen mit Behinderung und andere Risikogruppen sowie die eigenen Teams vor dem Coronavirus zu schützen. Dabei soll das Fachwissen aus früheren Nothilfeaktionen und die Erfahrung aus Cholera oder Ebola-Epidemien für den Schutz der besonders gefährdeten Menschen eingesetzt werden.

Archivbild Nepal 2015 nach dem Erdbeben

Archivbild Nepal 2015 nach dem Erdbeben | © Dominique Pichard / HI (Archive HI)

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Die Covid-19-Epidemie breitet sich in allen 60 Ländern, in denen wir tätig sind, mit hoher Geschwindigkeit aus. Einige melden ihre ersten Fälle, während andere bereits einen exponentiellen Anstieg der Betroffenen und Todesfälle verzeichnen. Die Ausbreitung des Coronavirus könnte in unseren Einsatzländern zu gesundheitlichen Katastrophen führen.

Ressourcen anpassen

Wir setzen unsere Arbeit für die schutzbedürftigsten Menschen mit unseren üblichen Aktivitäten z.B. im Bereich der Rehabilitation und Inklusion fort – wo immer dies möglich ist, ohne die eigenen Teams in Gefahr zu bringen. Derzeit untersucht HI angesichts der aktuellen und neuartigen Krise, welche die besten Einsatzmethoden sind und wie die Ressourcen entsprechend angepasst werden müssen. Die Einsätze sollen zu den jeweiligen Covid-19-Handlungsstrategien passen, die von nationalen Behörden der betroffenen Länder und von allen relevanten Akteuren umgesetzt werden. 

Die besonders Gefährdeten vor Covid-19 schützen

Eines unserer Ziele wird es sein, sich um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu kümmern, vor allem ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, aber auch Menschen, die in Flüchtlingslagern auf engstem Raum zusammenleben und dadurch besonders gefährdet sind.

In den ärmsten Ländern der Welt stellen die schwachen Gesundheitssysteme in Verbindung mit humanitären Krisen ein hohes Risiko für die Bevölkerung dar. Am 19. März schlug UN-Generalsekretär Antonio Guterres angesichts der Ausbreitung der Epidemie in diesen Ländern Alarm. Wenn durchschnittlich 15 bis 20 Prozent der Betroffenen in Krankenhäusern behandelt werden müssen (sechs Prozent davon auf einer Intensivstation), werden die Gesundheitssysteme dieser Länder die Krise allein nicht bewältigen können.

HI wird daher zur Prävention beitragen und sicherstellen, dass auch Menschen mit Behinderung und andere Schutzbedürftige angemessen aufgeklärt werden. Darüber hinaus planen wir für unsere lokalen Partner vor Ort, zum Beispiel Organisationen von Menschen mit Behinderung und lokale Behörden, unterstützend tätig zu werden.

Die nötigen Mittel beschaffen

Wir werden zusätzliche Ressourcen, vor allem finanzielle Mittel, benötigen. Darüber hinaus brauchen unsere Teams Spezialkleidung und -ausstattung, die derzeit weltweit knapp ist und über die wir nur sehr begrenzt verfügen. Aber wir werden alles tun, um so viele Menschen wie möglich zu schützen und die Übertragungskette von Covid-19 zu durchbrechen. 

Danke, dass Sie uns mit Ihrer Unterstützung helfen!

Expertise im Kampf gegen Epidemien

Unsere Fachkenntnisse aus früheren grossen Epidemien können uns dabei helfen, die Schwächsten zu schützen. 2016 arbeitete HI in Sierra Leone aktiv daran mit, die Ausbreitung der Ebola-Epidemie einzudämmen. Unter anderem verwalteten unsere Teams vor Ort den einzigen zentralen Rettungsdienst des Landes, der Ebola-verdächtige Patient/-innen transportierte und ihre Häuser desinfizierte.

Menschen mit Behinderungen sind anfälliger für die Covid-19 Pandemie

Video-Erklärungen von unserem Manager für Gesundheit und Prävention Davide Olchini

31 März 2020

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