Relevanter denn je: Broken Chair wurde restauriert!

Minen und andere Waffen
Schweiz

Propriétaire de Broken Chair, nous venons de terminer sa restauration dans un contexte international tendu. En effet, alors que ce monument symbolise la protection des civils contre les armes à sous-munitions depuis 2008, la Lituanie vient de se retirer officiellement de la Convention d'Oslo qui interdit ces armes. 

Die Restaurierung von Broken Chair ist abgeschlossen!

Die Restaurierung von Broken Chair ist abgeschlossen! | © C. De Almeida / HI

Restaurierung abgeschlossen

Vom 8. Juli bis zum 7. August 2024 haben wir Broken Chair in Zusammenarbeit mit den Partnern, die 1997 zu seiner Realisierung beigetragen haben, und dem Künstler Daniel Berset restauriert. 
Die Restaurierung war unerlässlich, da das Holz, aus dem er besteht und das die Verletzlichkeit der Bevölkerung gegenüber explosiven Waffen symbolisiert, mit der Zeit verwittert.
Finanziert wurden die Restaurierungsarbeiten von Unternehmen und Stiftungen, die sich für die Erhaltung dieses Genfer Wahrzeichens einsetzen.

Broken Chair – drei Kampagnen zum Schutz der Zivilbevölkerung 

Broken Chair, das Sprachrohr unserer Organisation, steht bildlich für den verzweifelten, aber würdevollen Aufschrei der Zivilbevölkerung, die weltweit durch bewaffnete Gewalt getötet oder verstümmelt wird, und für die Verpflichtung der Staaten, sie zu schützen und den Opfern zu helfen.
Im Laufe der Zeit und im Zuge der internationalen Entwicklungen haben wir den Kampf von Broken Chair ausgeweitet:

  • Gegen Antipersonenminen: Im Jahr 1997 haben wir Broken Chair auf der Place des Nations aufgestellt, um die Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft auf ihre Verantwortung und die Bedeutung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor Landminen aufmerksam zu machen. Damals liefen die Verhandlungen zur Unterzeichnung der Ottawa-Konvention, die den Erwerb, die Herstellung, die Lagerung und den Einsatz dieser Waffen verbietet.
  • Gegen Streumunition: 2008 beschloss Handicap International, die symbolische Kraft des berühmten Mahnmals des internationalen Genf zu verstärken, um den Prozess des Verbots von Streumunition zu unterstützen, der im Dezember 2008 mit dem Oslo-Übereinkommen abgeschlossen wurde.
  • Gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung in bewohnten Gebieten: Im Jahr 2016 schloss sich Broken Chair der Kampagne «NEIN zu Bombardierungen der Zivilbevölkerung» an.

Während der Restaurierung des Mahnmals: Litauen tritt aus dem Oslo-Übereinkommen aus

Während wir Broken Chair restaurierten, beschloss Litauen, aus dem Oslo-Übereinkommen zum Verbot von Streumunition auszutreten. Wir hatten die Medien am 29. Juli darauf aufmerksam gemacht.
Daniel Suda-Lang, Geschäftsleiter von Handicap International Schweiz:

«Die von Litauen vorgebrachten Argumente, dass wir in aussergewöhnlichen Zeiten leben, dass Streumunition eine wirksame Abschreckung gegen einen potenziellen Feind darstellen kann und sie einen hohen militärischen Nutzen hat, sind nicht stichhaltig. Diese Waffen sind wegen ihrer katastrophalen humanitären Folgen verboten worden. Das Oslo-Übereinkommen über Streumunition muss von den Staaten nicht nur in Friedenszeiten, sondern gerade auch in Konflikt- und Kriegszeiten eingehalten werden.»

Lesen Sie mehr über den Austritt Litauens aus dem Oslo-Übereinkommen. 

14 August 2024

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