Reduzierung von bewaffneter Gewalt

Abrüstung, Minenräumung, Schutz der Zivilbevölkerung, #StopBombingCivilians.

Jeden Tag werden 70 Zivilist:innen durch Explosivwaffen getötet oder verletzt. Handicap International entmint betroffene Gebiete, unterstützt die Opfer und führt Präventionskampagnen durch.

 

 

Unsere Rolle

 

1. Risikoaufklärung

Unsere Teams arbeiten Hand in Hand mit lokalen Gemeinschaften, um die Bewohner:innen für die Risiken von Blindgängern zu sensibilisieren und so Unfälle zu reduzieren.

2. Minenräumung und Minensäuberung

Die Aufgabe unserer Minenräumungsteams besteht darin, der lokalen Bevölkerung die Freiheit eines Lebens in Sicherheit zurückzugeben.

3. Unterstützung der Opfer 

Wir unterstützen Überlebende von Angriffen mit Explosivwaffen, ihre Familien und ihre Gemeinschaften dauerhaft bei der sozialen Eingliederung. Diese umfasst medizinische Hilfe, Reha-Massnahmen (einschliesslich Prothesen und Orthesen) sowie Zugang zu sozialen, schulischen, beruflichen, sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Ausserdem unterstützten wir Regierungen bei der Entwicklung von staatlichen Massnahmen für Minenopfer im Einklang mit den internationalen Abkommen.

4. Politisches Engagement 

1997 erhielten wir als Gründungsmitglied der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die zur Unterzeichnung des Übereinkommens über das Verbot von Antipersonenminen führte, den Friedensnobelpreis. Danach beteiligten wir uns aktiv an der Kampagne für ein Verbot von Streubomben, die zum Übereinkommen über Streumunition führte. Wir überwachen auch die Umsetzung dieser Abrüstungsverträge, um sicherzustellen, dass die Mitgliedsstaaten ihrer Verpflichtung nachkommen, den Einsatz von Minen und Streumunition zu verbieten. Ausserdem setzen wir uns seit 2015 gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk gegen Explosivwaffen (INEW) dafür ein, dass die Staaten eine politische Erklärung zur Regelung des Einsatzes von Explosivwaffen in Wohngebieten annehmen und umsetzen.

5. Konflikttransformation

Zusammenarbeit mit von Konflikten betroffenen Gemeinschaften, um Konflikte zu transformieren und friedlichere Gesellschaften aufzubauen.

6. Unsere Kampagne #StopBombingCivilians 

Mit unserer Kampagne «Stop Bombing Civilians» machen wir die Öffentlichkeit und die Politik auf die humanitäre Katastrophe aufmerksam, die durch den Einsatz von Explosivwaffen in städtischen Gebieten verursacht wird. Wir rufen die Schweizer Bevölkerung dazu auf, unsere internationale Petition zu unterzeichnen, die bereits von mehr als 500'000 Menschen unterstützt wird, und fordern die Parlamentarier:innen auf, sich für ein starkes Engagement der Schweiz einzusetzen.

 

 

Unsere innovativen Lösungen: drohnen zur Beschleunigung der Minenräumung

Unsere Teams im Tschad haben den Einsatz von Drohnen getestet, um die Räumung von Minen und explosiven Kampfmittelrückständen zu beschleunigen. Eine neue innovative Methode, mit der neue Informationen über gefährliche Gebiete gesammelt werden können, sodass die betroffenen Flächen schneller wieder der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden können: 

 

 

So hilft Ihre Spende​​​​​​​

Mit   51 Franken

Helfen Sie bei der Finanzierung der Risikoaufklärung von 10 Personen.

Mit 203 Franken 

Helfen Sie bei der Finanzierung der Räumung von 100 Quadratkilometern Land.

Mit 1073 Franken

Helfen Sie bei der Finanzierung einer Drohne zur Ortung von Minen.

 

Land der Intervention​​​​​​​

Klicken Sie auf die interaktive Karte und entdecken Sie die 35 Projekte im Zusammenhang mit Minen, die wir in 18 Ländern durchführen:



Kennzahlen:​​​​​​​​​​​​​​

35

Projekte in

18

Ländern

123 

von Explosivwaffen betroffene Länder seit 2011

30 

Zivilisten werden jeden Tag durch explosive Waffen getötet oder verletzt

90%

der Opfer von Bombenangriffen sind Zivilist:innen

 

 

Video aus einem Projektland

Erfahren Sie mehr über unseren Kampf: Stop Bombing Civilians:




HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

"Ich bin stolz darauf, eine weibliche Sprengmeisterin zu sein"
© HI
Minen und andere Waffen Mobilisierung

"Ich bin stolz darauf, eine weibliche Sprengmeisterin zu sein"

Lamngueun kam 2006 als Spezialistin für die Entschärfung explosiver Sprengstoffe zu HI. Heute leitet sie ein Team von acht Minenräumerinnen in Laos, dem Land, das am stärksten mit Streumunition kontaminiert ist.

40 Jahre Engagement Inklusion Minen und andere Waffen Rehabilitation

40 Jahre Engagement

Handicap International wurde am 19. Juli 1982 in einem Flüchtlingslager in Thailand gegründet. Mit der ersten Hilfsaktion haben wir Zivilist:innen unterstützt, die durch die Explosion von Antipersonenminen verstümmelt wurden. 40 Jahre später zählt unsere Organisation mehr als 5000 Mitarbeiter:innen, die sich in rund 60 Ländern für eine solidarische und inklusive Welt einsetzen. 40 Jahre Engagement, um Menschen mit Behinderungen zu begleiten, die Achtung ihrer Würde zu fördern und ihre Grundrechte zu verteidigen.

689 Zivilpersonen wurden 2022 in der Ukraine Opfer von Streumunition: die schockierende Bilanz des Streubomben-Monitors
© T. Mayer / HI
Minen und andere Waffen

689 Zivilpersonen wurden 2022 in der Ukraine Opfer von Streumunition: die schockierende Bilanz des Streubomben-Monitors

Nach Angaben des Streubomben-Monitors 2022 sind zwischen Januar 2021 und Juli 2022 838 Menschen in der Ukraine durch Streumunition getötet oder verletzt worden, darunter mindestens 689 Zivilpersonen. Die Konferenz der Vertragsstaaten des Oslo-Übereinkommens, das den Einsatz dieser Waffen verbietet, findet vom 30. August bis zum 2. September in Genf statt. Wir fordern, dass die Verwendung dieser Waffen systematisch verurteilt wird und die Verantwortlichen für ihre Verwendung zur Rechenschaft gezogen werden.