Fotoausstellung "My Lens, My Reality" in Locarno: Nepalesische Frauen berichten über die Diskriminierungen, mit denen sie konfrontiert sind

Veranstaltung
Schweiz

Vom 29. August bis zum 2. September 2022 wird die Fotoausstellung, die die Geschichten von zehn nepalesischen Frauen mit Behinderungen erzählt, nach Genf und Bern nun auch in Locarno zu sehen sein. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Studie des Swiss Disability And Development Consortium, das von Handicap International mitgegründet wurde.

© HI

«Sie haben eine Behinderung. Wie können Sie da arbeiten?» Diese Frage hört Kamala immer wieder. Wie Millionen anderer Frauen mit Behinderungen weltweit ist Kamala jeden Tag mit vielfältigen Diskriminierungen konfrontiert.
Gemeinsam mit neun weiteren Frauen mit Behinderungen hat Kamala Hindernisse und Wegbereiter für ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion in Nepal fotografiert. In der Wanderausstellung «My Lens My Reality» sind diese Bilder zu sehen. Kommen Sie vorbei:

29. August bis 2. September 2022 von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr
Palazzo SES, Locarn. Öffentliche Ausstellung, freier Eintritt

Eine Ausstellung zur Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe

 

Die Ausstellung «My Lens, My Reality» ist das Ergebnis einer Studie des Swiss Disability And Development Consortium (SDDC), die vom Zentrum für Genderforschung der Universität Bern durchgeführt wurde. Die Studie untersucht die Situation von Frauen mit Behinderungen in Nepal, einem Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Die Studie und die Ausstellung wurden anlässlich der Überprüfung der Schweiz im März dieses Jahres durch den UN- Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bezüglich der Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNO-BRK) durchgeführt. Das Übereinkommen wurde von der Schweiz 2014 ratifiziert. Der Ausschuss kam zu dem Schluss, dass die Schweizer Regierung

Menschen mit Behinderungen nicht berücksichtigt. Die Empfehlungen des UN-Ausschusses decken sich mit den langjährigen Forderungen des Swiss Disability and Development Consortium an den Bund.

Weitere Infos zu den Empfehlungen des UN- Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen: UNO-Kritik an Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in internationaler Zusammenarbeit der Schweiz.


Über das SSDC

Das Swiss Disability And Development Consortium (SDDC) ist ein Netzwerk mit Sitz in der Schweiz, das sich für die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die internationale Zusammenarbeit der Schweiz einsetzt. Das SDDC wurde 2016 von Handicap International Schweiz mitgegründet.

25 August 2022
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Hugo Reitzel unterstützt unsere Projekte
© Augustin Fournier
Veranstaltung

Hugo Reitzel unterstützt unsere Projekte

Dieses Jahr spendet uns die Firma Reitzel 1 Franken für jede HUGO Tragtasche, die online oder in ihrem Geschäft in Aigle verkauft wird.

Rückblick 2022 – Vielen Dank für Ihre Grosszügigkeit ! Inklusion

Rückblick 2022 – Vielen Dank für Ihre Grosszügigkeit !

2022 feiern wir unser 40-Jahr-Jubiläum. 40 Jahre Engagement für äusserst schutzbedürftige Menschen. 2022 war auch das 25-Jahr-Jubiläum der Unterzeichnung des Ottawa-Vertrags gegen Landminen und des uns verliehenen Friedensnobelpreises. Der Kampf für den Schutz von Zivilisten geht weiter, und zwar mit der Unterzeichnung der politischen Erklärung gegen die Bombardierung von bewohnten Gebieten. Unsere Teams leisteten ausserdem humanitäre Nothilfe für die Opfer: des Krieges in der Ukraine, der Überschwemmungen in Pakistan und für die Opfer der Dürre in Madagaskar. 2022 konnten dank Ihnen mehr als 3 Millionen Menschen von unseren Programmen in fast 60 Ländern profitieren.

25 Jahre Ottawa-Abkommen: Der Kampf gegen Antipersonenminen geht weiter Rechte von menschen mit behinderungen und politik Veranstaltung

25 Jahre Ottawa-Abkommen: Der Kampf gegen Antipersonenminen geht weiter

Vor 25 Jahren wurde mit der Verabschiedung des Abkommens über das Verbot von Antipersonenminen – dem sogenannten Ottawa-Abkommen – ein einzigartiger diplomatischer Meilenstein gegen die sogenannte «Waffe der Feiglinge» gesetzt. Das Abkommen führte zu einem Rückgang der Opferzahlen und zur Zerstörung von Millionen von Minen und lässt auf ein Ende ihres Einsatzes hoffen. Seit 2014 ist jedoch der Einsatz von Minen in Konflikten und entsprechend auch die Zahl der Opfer wieder angestiegen. Mit dem zunehmenden Einsatz von improvisierten Sprengkörpern und einer weit verbreiteten Kontamination in Kriegsgebieten gilt es neue Herausforderungen zu bewältigen. Der 25. Jahrestag des Ottawa-Abkommens ist eine gute Gelegenheit, die Staaten aufzufordern, ihre Bemühungen zu verstärken und dem Einsatz von Antipersonenminen endgültig ein Ende zu setzen.