Fouad aus Gaza: Mit Rehabilitation zurück ins Leben

Minen und andere Waffen Nothlife Rehabilitation
Palästinensische Gebiete

Der Krieg in Gaza verwandelt jeden Augenblick in einen Überlebenskampf. Unter den Tausenden von Verletzten ist auch Fouad.

Fouad (9) aus Gaza

Fouad (9) aus Gaza | © S. Hejji - HQ / HI

Nach der Zerstörung seines Wohnviertels hatte der neunjährige Fouad bei seinem Onkel Zuflucht gesucht. Als ein Nachbarhaus bombardiert wurde, wurde er schwer verletzt. Er wurde zunächst in das Al-Najjar-Spital und anschliessend in das Europäische Spital gebracht, wo er am Bein operiert wurde und tagelang Schmerzen ertragen musste. In der Notunterkunft in einer Schule, wo er anschliessend unterkam, verschlimmerte sich seine Verletzung aufgrund mangelnder Hygiene. Die Folge: eine schwere Infektion und eine weitere Operation.

Früher spielte Fouad gerne Fussball und fuhr Velo. Heute lebt er in ständiger Angst vor Bombenangriffen und wünscht sich nur, nach Hause und in sein eigenes Bett zurückzukehren. Die Teams von Handicap International kümmern sich um ihn. Sie versorgen seine Wunde, wechseln den Verband und helfen ihm mit Rehabilitationsmassnahmen, wieder auf die Beine zu kommen.

Rehabilitation: lebensnotwendige Pflege in Kriegszeiten

In Gaza haben viele Menschen mehrere Verletzungen gleichzeitig: Amputationen, offene Wunden, Verbrennungen und Knochenbrüche. Ohne sofortige Rehabilitation und langfristige Behandlung führen diese zu Bewegungseinschränkungen oder dauerhafter Invalidität.
Handicap International bemüht sich, diese Menschen ausfindig zu machen, sie zu behandeln und mit Mobilitätshilfen auszustatten.
Die Reha-Einheiten sind kriegsbedingt einfach gehalten, doch jede einzelne ist ein wichtiger Schritt zur Genesung. Die Physiotherapeut:innen zeigen den Patient:innen, wie sie sich bewegen, aufstehen und wieder Vertrauen fassen können. Selbst in den Notunterkünften sind diese kleinen Gesten Hoffnungsträger.

Laut OCHA lebten bereits vor dem Krieg 21 % der Bevölkerung in Gaza mit einer Behinderung. Heute steigt ihre Zahl täglich an.

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

DR Kongo und Uganda: Handicap International im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie
© HI
Nothlife

DR Kongo und Uganda: Handicap International im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie

Genf, 18. Juni 2026. Handicap International hat einen Nothilfe-Einsatz eingeleitet, um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Dazu gehören die Bereitstellung von Logistik für humanitäre Akteure, Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen sowie eine gezielte Begleitung von Menschen mit Behinderungen.

22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet
© T. Nicholson / HI
Minen und andere Waffen

22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet

Dem Explosivwaffen-Monitor zufolge wurden im Jahr 2025 22’600 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet. Dies entspricht einem Rückgang von 21 % gegenüber dem Höchststand von 28’600 im Jahr 2024. Doch diese Verbesserung ist trügerisch: Sie erklärt sich durch die Waffenstillstände in Gaza und im Libanon, wo die Zivilbevölkerung jedoch nach wie vor unter Bombardierungen leidet. Überall sonst verschlechterte sich die Lage: Es gab mehr betroffene Länder, mehr Waffenarten und mehr zerstörte zivile Einrichtungen. Die Zivilbevölkerung in mindestens 65 Ländern und Gebieten litt unter dem Einsatz von Explosivwaffen.

Schule dank Minenräumung wiedereröffnet
© T. Nicholson/HI
Minen und andere Waffen

Schule dank Minenräumung wiedereröffnet

Yasser al-Sanad, der Leiter der Al-Najah-Schule, berichtet von den Auswirkungen der Minenräumung durch Handicap International. Die Schule stand seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 leer. Jetzt konnte sie gesichert werden und nimmt wieder ihre wichtige Rolle im Herzen der Stadt ein.

Bleiben Sie informiert !

Erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten vor Ort und unsere Notfallaufrufe.

 
 

Kontakt

Handicap International Schweiz
Avenue de la Paix 11, 1202 Genf
+41 (0)22 788 70 33
[email protected]

Uns kontaktieren

IBAN: CH66 0900 0000 1200 0522 4

 
 

Suchbegriff eingeben

 
 

Unser Netzwerk

 
 

Folgen Sie uns