Supermodel Nicole Atieno in Kenia: Rührende Begegnungen

Gesundheit und Prävention Inklusion
Kenia

Nicole Atieno, Model und Botschafterin von Handicap International (HI), besuchte eines unserer Programme im Flüchtlingslager Kakuma in ihrer Heimat Kenia. Dort traf sie unsere Teams und einige unserer Begünstigten.

Nicole Atieno und die kleine Aline

Nicole Atieno und die kleine Aline | © Neil Thomas / HI

Das richtige Gleichgewicht zwischen Inklusion und Therapie

Das Flüchtlingslager, das Nicole besucht, ist sehr gross: mehr als 194‘000 Menschen leben dort. Wir unterstützen mehr als 6‘000 Flüchtlinge mit Behinderungen, darunter mehr als 2‘000 Kinder.

Physiotherapie, Prothesenanpassung und psychische Therapie sind Schwerpunkte. Wir helfen auch mit Kleinkrediten, damit sich Frauen mit Behinderung ein eigenes Leben aufbauen können.

Viele Kinder können nicht laufen, sind geistig behindert, taub oder blind. Nicole nimmt an einer Rehabilitationssitzung für die kleine Aline teil. Die Vierjährige ist mit ihrer Familie aus dem Kongo gekommen. Die Mutter hat sie sofort zu HI gebracht und dank der vielen Übungen im Zentrum wie auch zuhause kann sie fast schon laufen. Nicole ist sehr berührt von dem Lächeln des Mädchens.

Fröhliches Kinderlachen schallen durch das Lager. Es kommt aus dem Spielzentrum, das wir zusätzlich eingerichtet haben und in dem Kinder mit und ohne Behinderungen unter Anleitung der Fachkra?fte zusammen spielen ko?nnen. Dabei lernen sie Ru?cksichtnahme und werden geistig und ko?rperlich gefordert. 

© Thomas Neil / HI | Nicole und Aline

 

"Das Leben ist manchmal so ungerecht."

Tief berührt ist Nicole vom Schicksal von Anett. Die 28-Jährige bekam mit 4 Jahren Kinderlähmung. Ihr linkes Bein ist seitdem verkrüppelt. Ihr Mann ist im Krieg in Südsudan ums Leben gekommen, so packte sie ihre sechs Kinder, schaffte es irgendwie an die Grenze und ins Flüchtlingslager Kakuma. 

Dank der Hilfe von HI hat sie jetzt ein kleines Restaurant. Sie ausgibt ihr kleines Einkommen für die Schulbücher ihrer Kinder. Noch steht sie auf der Warteliste für einen chirurgischen Eingriff in Nairobi. Sie soll eine Prothese bekommen und sehr viel mobiler werden. 

„Das Leben ist manchmal so ungerecht. Das ist so beeindruckend, dass diese Frau so stark ist und so viel Hoffnung hat. Viele würden einfach aufgeben, aber sie macht immer weiter“, sagt Nicole beeindruckt.

© Thomas Neil / HI | Nicole und Anett

18 Mai 2020

Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

Schulanfang für Sreyka Inklusion Rehabilitation

Schulanfang für Sreyka

Die 8-jährige Sreyka hüpfte auf dem Heimweg von der Schule die Strasse entlang, als ein rasender Autofahrer sie mit seinem Fahrzeug erfasste. Schwer verletzt wurde sie zunächst in ein nahegelegenes Gesundheitszentrum und dann in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht, das nicht über die nötige Ausrüstung verfügte, um sie zu behandeln. Sreyka wurde dann an das Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh überwiesen. Dort musste ihr linkes Bein amputiert werden, um ihr Leben zu retten.

Shelcia lebt ihre Leidenschaft für die Schule aus
© S. Roche / HI
Inklusion Inklusion

Shelcia lebt ihre Leidenschaft für die Schule aus

Shelcia wurde mit einer körperlichen und motorischen Behinderung geboren, die es ihr verunmöglicht, allein zu gehen. Sie bewegt sich im Rollstuhl fort. Shelcia ist ein sehr fröhliches und intelligentes Mädchen, das gerne in die Schule geht und mit seinen Freundinnen spielt.

40 Jahre Engagement Inklusion Minen und andere Waffen Rehabilitation

40 Jahre Engagement

Handicap International wurde am 19. Juli 1982 in einem Flüchtlingslager in Thailand gegründet. Mit der ersten Hilfsaktion haben wir Zivilist:innen unterstützt, die durch die Explosion von Antipersonenminen verstümmelt wurden. 40 Jahre später zählt unsere Organisation mehr als 5000 Mitarbeiter:innen, die sich in rund 60 Ländern für eine solidarische und inklusive Welt einsetzen. 40 Jahre Engagement, um Menschen mit Behinderungen zu begleiten, die Achtung ihrer Würde zu fördern und ihre Grundrechte zu verteidigen.