Susillah: Unabhängigkeit durch Gebärdensprache

Inklusion Inklusion
Nepal

Die neunjährige Susillah lebt in einer abgelegenen Gegend im Westen Nepals. Sie wurde gehörlos geboren und kann nicht sprechen. Mit der Unterstützung von HI besucht Susillah die Schule gemeinsam mit anderen Kindern ihres Dorfes und lernt die Gebärdensprache. Sie gehört zu den besten Schülerinnen ihrer Klasse.

Susillah, 9 Jahre alt, ist seit 5 Jahren in der Schule

Susillah, 9 Jahre alt, ist seit 5 Jahren in der Schule | © J. Mac Geown/HI

Susillah ist von Geburt an gehörlos und hat nie sprechen gelernt. Seit sie fünf Jahre alt ist, besucht sie eine inklusive Schule, die von HI unterstützt wird. Die Teams vor Ort schulen das Lehrpersonal und bringen ihm bei, wie es seine Lehrmethoden und pädagogischen Hilfsmittel an Kinder mit Behinderung anpassen kann. Diese Lehrkräfte geben Susillah und den anderen gehörlosen Kindern speziellen Unterricht, um ihre Gebärdensprache zu verbessern.

 

Auch andere Kinder der Schule lernen die Gebärdensprache, damit alle miteinander kommunizieren können. Die Lehrkräfte erklären den Eltern, warum es für ihre Kinder mit und ohne Behinderung so wichtig ist, die Schule zu besuchen.

 

 „Oft sind die Eltern von Kindern mit einer Behinderung stigmatisiert und schämen sich“, sagt Julia Mc Geown, HI-Expertin für inklusive Bildung. „Sie neigen dazu, ihre Kinder zuhause zu lassen, manchmal sogar versteckt. Wir von HI bekämpfen diese Vorurteile und wollen, dass jedes Kind die Möglichkeit zur Schulbildung hat.“ 

Dank HI fühlen sich Susillah und ihre Freunde in die Schulaktivitäten eingebunden. Sie spielen zusammen Ball und andere Spiele. Fragt man Susillah, was sie am liebsten mag, so antwortet sie: „Gebärdensprache lernen und lesen!“ Die Lehrkräfte bestätigen, dass sie eine der besten Schülerinnen der Klasse ist.

 

Unterzeichnen Sie unsere Petition, um die Schultüren für alle Kinder zu öffnen!

7 September 2020
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

«Nichts ohne uns» – auch in der internationalen Zusammenarbeit
© CBM / Hayduk
Inklusion

«Nichts ohne uns» – auch in der internationalen Zusammenarbeit

Die Schweiz verabschiedet alle vier Jahre ihre Strategie zur internationalen Zusammenarbeit (IZA). Im Juni 2023 schickte der Bundesrat seinen Entwurf der IZA-Strategie 2025-28 in die öffentliche Vernehmlassung. Am 22. Mai hat er nun die neue Strategie vorgelegt, eines jedoch bleibt beim Alten: Menschen mit Behinderungen werden weitgehend ausgeblendet.

«Endlich kann meine Tochter in den Kindergarten gehen»
© Infomercial Media / HI
Inklusion Rehabilitation

«Endlich kann meine Tochter in den Kindergarten gehen»

Gina (Name geändert) ist vier Jahre alt und lebt in Uganda. Das Mädchen leidet an einer Kniefehlstellung, die allgemein als «X-Beine» bekannt ist und das Gehen schmerzhaft macht. Wir haben sie mit 3D-gedruckten Knie-Knöchel-Fuss-Orthesen ausgestattet.

UNO-Behindertenrechtskonvention auch nach 10 Jahren ungenügend umgesetzt
©CBM/Hayduk
Inklusion

UNO-Behindertenrechtskonvention auch nach 10 Jahren ungenügend umgesetzt

Am 15. Mai jährt sich das Inkrafttreten der UNO-Behindertenrechtskonvention in der Schweiz zum zehnten Mal. Mit deren Ratifizierung hat sich der Bund verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderungen vollumfänglich umzusetzen – auch in seiner internationalen Zusammenarbeit. Doch davon ist er noch weit weg.