25 Jahre Broken Chair

Mobilisierung Stop Bombing Civilians Veranstaltung
Schweiz

Am 18. August 1997 bauten wir Broken Chair auf der Place des Nations in Genf auf, um alle Staaten aufzurufen, im Dezember 1997 in Ottawa das Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen zu unterzeichnen. 25 Jahre später verkörpert Broken Chair weiterhin den verzweifelten, aber würdevollen Aufschrei der Zivilbevölkerung, die durch bewaffnete Gewalt getötet oder verstümmelt wird, und die Verpflichtung der Staaten, sie zu schützen.

© Basile Barbey / HI

Broken Chair: Mahnmal für die Opfer von Explosivwaffen

1997 bauten wir Broken Chair, eine monumentale Skulptur des Künstlers Daniel Berset, auf der Place des Nations in Genf auf und appellierten damit an alle Staaten, im Dezember 1997 in Ottawa das Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen zu unterzeichnen.

«Unsere Idee war es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit dieser machtvollen und hochwertigen Botschaft zu erreichen. Wenn man über ein so hartes Thema reden wollte, musste dies mithilfe eines Symbols geschehen.» Paul Vermeulen, Mitbegründer von Handicap International Schweiz

Noch immer befindet sich Broken Chair vor den Vereinten Nationen und steht bildhaft für den verzweifelten, aber würdevollen Aufschrei der Zivilbevölkerung weltweit, die durch bewaffnete Gewalt getötet oder verstümmelt wird, und die Verpflichtung der Staaten, sie zu schützen und den Opfern zu helfen. Mit unserer Unterstützung fordert Broken Chair eine nachhaltige Begleitung von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften, die durch Konflikte verletzt, geschwächt oder destabilisiert wurden, damit sie die Selbstständigkeit, auf die sie Anspruch haben, wiedererlangen können. Das Mahnmal auf der Place des Nations ermöglicht es jeder Person über die eigene Verantwortung zu reflektieren, wie solch inakzeptable Gewalt vermieden werden und man selbst aktiv werden kann.

In einer Zeit, in der in allen Ecken der Welt Krieg herrscht (Ukraine, Jemen, Syrien, Afghanistan, Irak, Äthiopien usw.), sind Zivilpersonen immer noch die ersten Opfer moderner Konflikte. Städte wie Idlib, Aleppo, Raqqa, Mossul, Donezk und jetzt auch Winnyzja, Odessa, Mariupol und Kirovograd (um nur einige zu nennen), sind zum Symbol für die völlige Missachtung des Lebens von Zivilpersonen geworden. Massive und unverhältnismässige Bombardierungen, willkürlicher Beschuss von Stadtzentren, Zerstörung der medizinischen Infrastruktur – wenn Explosivwaffen in städtischen Gebieten eingesetzt werden, sind 90 % der Opfer Zivilpersonen. Wir gehen davon aus, dass heute täglich 70 Zivilpersonen Opfer von Explosivwaffen werden (Durchschnitt zwischen 2011 und 2020 – Quelle: AOAV).

Besuchen Sie die Website von Broken Chair, um mehr über seine Geschichte zu erfahren!

Handicap International sensibilisiert für die Forderungen von Broken Chair

Um das Bewusstsein für barbarische Praktiken wie die Bombardierung von Zivilpersonen zu schärfen und den Kampf für ihren Schutz weiter zu unterstützen, organisiert Handicap International die Kampagne «Broken Days», die in die Geschichte von Broken Chair eingehen wird. Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums von Broken Chair findet die Kampagne den ganzen September 2022 in Genf und auf der Place des Nations statt.

Die Höhepunkte:

  • Die Ausstellung über die Geschichte und den Kampf von Broken Chair auf der Place des Nations bis zum 30. September
  • Die Fahnen auf der Mont-Blanc-Brücke in den Farben von Broken Chair und Handicap International
  • Der Jet d’eau in Blau
  • Die digitale Kampagne

Weitere Informationen über alle unsere geplanten Aktionen

Nun liegt es an Ihnen, etwas gegen die Bombardierung von Zivilistinnen zu tun!

Unterzeichnen Sie die Petition: Broken Days | Handicap International CH (handicap-international.ch)

21 September 2022
Einsatzländer

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Nadia Ben Said
Verantwortliche Medien
(FR/DE/EN)

Tel : +41 22 710 93 36
[email protected]

HELFEN
Sie mit

Lesen sie weiter

WHO-Resolution: die Staaten setzen sich für Rehabilitation ein
© Ouest France - P. Moyon / HI
Rehabilitation

WHO-Resolution: die Staaten setzen sich für Rehabilitation ein

Weltweit leben 2,4 Milliarden Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, die mit Rehabilitation verbessert werden könnte. In einigen Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen haben 50 % von ihnen keinen Zugang zu diesem grundlegenden Gesundheitsservice . Ab dem 24. Mai werden 194 Länder auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf über eine historische Resolution abstimmen, die sie zum ersten Mal dazu verpflichtet, die Rehabilitation in ihren Gesundheitssystemen auszubauen und zu fördern.

«Keine Sorge, ich bin hart wie ein Stein»
© Patrick Meinhardt / HI
Minen und andere Waffen Stop Bombing Civilians

«Keine Sorge, ich bin hart wie ein Stein»

Wir helfen den Menschen in Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo mit Rehabilitationsmassnahmen und psychologischer Unterstützung. Lesen Sie die Geschichte von Kisubizo, der beide Beine amputiert werden mussten, nachdem sie bei Auseinandersetzungen verletzt worden war.

Erster globaler Bericht über Bombardierungen und Beschuss von Städten : Zivile Opfer seit 2021 um 83 % gestiegen
© T. Nicholson / HI
Minen und andere Waffen Stop Bombing Civilians

Erster globaler Bericht über Bombardierungen und Beschuss von Städten : Zivile Opfer seit 2021 um 83 % gestiegen

Gemeinsam mit unseren Partnern vom International Network on Explosive Weapons (INEW) veröffentlichen wir heute den Bericht der Beobachtungsstelle für Explosivwaffen mit dem Titel: «2021–2022: Zwei Jahre zivile Opfer durch den Einsatz von Explosivwaffen». Es handelt sich um den weltweit ersten Bericht über die Bombardierung und den Beschuss von Städten. Seine Veröffentlichung erfolgt sechs Monate nach der Dublin-Konferenz, an der 83 Staaten, darunter die Schweiz, ein internationales Abkommen unterzeichneten, um den Schaden und das Leid zu beenden, das Zivilist:innen durch diese Praktiken zugefügt wird.